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Vic war jetzt auf der anderen Seite von ihm. Sie küßte ihn, fuhr dann mit der Zunge Chris' Linie nach. Sie nahm seine Schwanzspitze nur für einen Augenblick in den Mund, nur so lange, um ihn wahnsinnig zu machen, dann hielt sie inne, glitt mit ihrem Schritt über seine Brust und faßte Chris von hinten.

Sie biß Chris ins Ohr, in den Nacken, sie schob drei Finger in sie hinein. Chris stöhnte, legte die linke Hand auf Charly. Dann hob Vic, die unglaublich stark war, Chris hoch und setzte sie auf Charly. Sie blieb hinter Chris und hielt sie, als Chris sich behutsam auf ihm niederließ. Sie flüsterte ihr ins Ohr:»Mach's nur ein kleines bißchen. «Dann ließ sie sie los, wandte sich wieder Charly zu und küßte ihn.»Wenn du kannst, komm noch nicht.«

Nach ein paar Minuten setzte Vic sich rittlings auf Charly, mit dem Gesicht zu Chris, und küßte sie.

«Ich liebe dich«, flüsterte Chris und hielt sie fest.

Vic küßte sie heftig, Schweiß lief an ihnen hinunter.»Nicht kommen. Warte noch. «Sie hob Chris hoch, die zwischen Charlys Beine rutschte, als Vic von ihm glitt. Chris bewegte sich auf und ab und ließ dann los.

«Ich könnte auf der Stelle sterben. «Charlys Atem kam keuchend.

«Beug dich vor, Baby. «Vic schob ein Kissen unter Chris und gab Charly ein Zeichen, in sie einzudringen.

Er umfaßte Chris' Taille, bewegte sich langsam rein und raus, bis er sich nicht mehr halten konnte und heftiger stoßen mußte. Vic griff unter Chris und berührte sie, bis Chris und Charly beide kamen. Er schlüpfte raus, noch steif, und Vic zog ihn auf sich. Sie kam binnen zwei Sekunden.

Die drei streckten sich auf dem feuchten Bett aus, Chris' Kopf an Vics Schulter, Vic lehnte den Kopf an Charlys Schulter.

«Ich danke euch. «Charly kam endlich wieder zu Atem.

«Ich danke dir auch«, erwiderte Vic.

«Ich auch.«

«Gott, sind wir höflich. «Vic lachte.

«Herrje, wenn ich nicht spiele, dies war's wert. «Charly seufzte.

«Du wirst spielen«, sagte Vic aufmunternd.

«Ja«, pflichtete Chris bei, dann sah sie Vic an.»Du bist so was von wild.«

«Ihr zwei habt mich angemacht. «Sie zwängte ihr linkes Bein zwischen Charlys Beine und ihr rechtes zwischen Chris' glatte Beine.»Ihr und die heilige Muttergottes.«

24

Eine Fotografie von>Unserer lieben Frau vom Bratrost< zierte die Titelseite der Regionalausgabe der Zeitung. Pastor Whitby stimmte ein bitteres Klagelied über die gottlose Jugend an. Übermut kam ihm nicht in den Sinn. Keine Verdächtigen waren festgenommen worden. Von Sachschaden wurde nichts berichtet, aber das Blatt brachte auf der Titelseite einen Artikel über das zunehmende Rowdytum der Studenten und führte Beispiele an, ebenso von anderen Colleges wie vom William and Mary College.

Charly sah die Zeitung, als er seinen Platz in der Geschichtsvorlesung — Amerika vor der Revolution — einnahm. Chris bekam sie erst nach den Vorlesungen zu sehen. Vic las den Bericht während der Vorlesung, weil es ihr unmöglich war, sich auf den Stoff zu konzentrieren.

Nach der Vorlesung holte sie Jinx ab, die aus der Turnhalle gehüpft kam, die Sporttasche über der Schulter. Als sie über den Campus schlenderten, erzählte Vic ihr alles.

«War es nicht peinlich?«, fragte Jinx.

«Weil sich so viele Arme und Beine verheddern konnten?«

«Nein. «Jinx hängte sich die Sporttasche über die andere Schulter.»Heute Morgen. Was habt ihr euch gesagt?«

«Ach, nichts. Wir mußten uns alle beeilen, um in die Vorlesung zu kommen. Keiner von den beiden wirkte verlegen. Sie mögen sich.«

«Das will ich hoffen«, sagte Jinx.

«Was soll ich jetzt machen?«

«Dein Leben scheint nicht gerade nach Plan zu verlaufen.«

«Ich hatte nie einen Plan. «Vic legte ihren Arm um Jinx' Schulter.»Mom und Dad, Tante Bunny — sie haben vielleicht Pläne für mich, aber ich nicht. Ich wollte das Studium hinschmeißen und arbeiten gehen, aber Mom hat's mir ausgeredet. Ich hab nichts gegen Arbeit. Ich will bloß nicht in einem Büro rumsitzen.«

«Das schränkt deine Aussichten stark ein.«

«Vielleicht muß ich gar nichts machen.«»Schon möglich.«

«Du klingst nicht überzeugt. «Vic seufzte und ließ den Arm von Schultern sinken.

«Ich stelle mir vor — und ich muß es mir vorstellen, weil ich niemanden in deiner Lage kenne und wohl mit Sicherheit sagen kann, daß ich nie in so was hineingeraten werde — , aber ich stelle mir vor, daß Charly dich früher oder später heiraten will, und dann ist eh Schluß damit. Und wer kann sagen, daß er noch mal mit euch beiden schlafen will? Aus rein sexueller Sicht klingt's fantastisch, aber aus emotionaler Sicht — ich weiß nicht.«

«Äh-hm.«

Sie verließen den Campus und gingen zu Jinx' Apartment.

«Und?«Jinx hob die Augenbrauen.

«Und ich weiß nicht, was ich tue.«

«Das sehe ich. Okay, wenn ich dir eine Pistole an den Kopf halten und sagen würde,>du mußt dich entscheiden, was dann? Überleg nicht, antworte einfach.«

«Chris.«

«Ah. «Jinx senkte einen Moment den Kopf und hob ihn wieder.»Dein Leben verspricht interessant zu werden.«

«Ist es schon. So fühle ich nun mal. Bloß, ich weiß, daß es aus tausend Gründen viel leichter wäre, mit Charly zusammen zu sein.«

«Weiß er, was du fühlst?«

«Natürlich nicht. Ich meine, ich liebe ihn. Wirklich. Wie kann ich ihm so was sagen? Diese Nacht, das war spontan. Ich glaube nicht, daß er wußte, daß Chris und ich uns lieben. Er wollte es nicht wissen.«

«So, Mädchen, und wie lange kannst du — ähem — alle Eier im Nest behalten?«

«Wir könnten einfach so weitermachen. «Vic zuckte mit den Achseln.

«Zu dritt?«Jinx hob die Stimme.

«Na ja, nicht alle drei die ganze Zeit zusammen im Bett, Jinx. Aber. Scheiße. «Ihr Magen sank auf Grundeis, Angst durchfuhr sie blitzartig.

«Vic, wenn du es kannst, dann tu's. Ich maße mir kein Urteil an. Ich glaube bloß nicht, daß die Situation über längere Zeit zu halten ist. Früher oder später wird einer von beiden anfangen, an dir zu zerren. Du bist das Schweinchen in der Mitte.«

«Blöder Ausdruck.«

«Meinst du, Chris könnte mit einer Frau leben? Eine Affäre ist eine Sache, Lesbe sein ist ja wohl was anderes, möchte ich meinen.«

«Sich outen?«, fragte Vic.

«Nein, nicht unbedingt. Ich meine, sich für eine Frau entscheiden und dabei bleiben. Lügen die meisten Homosexuellen denn nicht das Blaue vom Himmel?«

«Verdammt, woher soll ich das wissen?«Eine Spur Verärgerung sprach aus Vics Stimme.»Ich lüge nicht.«

«Was, wenn sie lügen will und du nicht?«

«Ich weiß nicht. Ich denke nicht über so was nach.«

«Das sehe ich.«

«Danke.«

«Jemand muß vorausdenken, Vic. Ich bin nicht drauf aus, was kaputtzumachen. Ich stelle nur Fragen. «Jinx kickte ein paar Blätter aus dem Weg.»Du kannst keine Beziehung mit einer Frau haben, wenn sie sich verstecken will und du nicht. Will sie überhaupt eine Beziehung mit dir?«

«Ja. Da bin ich mir ziemlich sicher.«

«Weiß sie, daß du mit Charly geschlafen hast?«

«Wir haben nie darüber gesprochen.«

«Das heißt nicht, daß sie es nicht weiß, Herrgott noch mal.«

«Ja, ich glaube, sie weiß es.«

«Weiß er, daß du mit ihr geschlafen hast?«

Vic antwortete:»Hab ich dir doch gesagt. Ich glaube nicht, daß er's weiß.«

«Meinst du, er dreht durch?«Jinx war froh, daß sie nicht in Charlys Haut steckte.

«Nein, er würde eher verletzt sein.«