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Es müssen genügend vorhanden sein, die das Rauben von Leben nicht akzeptieren.
Gruen zitiert eine Untersuchung von Henry Dicks: Unter 1000 Kriegsgefangenen: 10 % überzeugte Fanatiker (hier: Nazis) 25 % aktive Mitläufer, die aber Vorbehalte hatten 50 % Gleichgültige
10 % die passiven Widerstand leisteten 5 % die aktiv Widerstand leisteten Nur ca. 10 % überzeugte, insgesamt ca. 35 % aktive. 3 von 10.
1 bewaffneter Berserker, 2 bewaffnete Mitläufer, 5 heimliche Sympathisanten oder Dummköpfe, die nie etwas merken, 1 oder 2 Entsetzte, wegen ihrer Feigheit Verschämte, 0 oder 1 aktive Widerständler. Wer von diesen stirbt zuerst? Kommt auf die Situation an. Die Versuchsanordnung geht von 10 Männern ungefähr des gleichen Alters und aus demselben Kulturkreis aus. Was ändert sich, wenn es Greise, Frauen, Kinder verschiedener Ethnien sind? Gruen denkt, dass man jeden, auch den echten Nazi, heilen kann, wenn man seine Mutterbeziehung repariert. Glaube ich nicht, aber selbst wenn, musst du ihn erst besiegen. Es entscheidet sich in den 50 % in der Mitte. Gesellschaften reparieren. Einzelne reparieren. Darum geht es ständig. Einreißen, neu bauen, einreißen, neu bauen.
(Wo ist der Punkt, an dem es kaputt geht?
Vorher, man müsste VORHER. Aber man kann nicht immer bis in
den Mutterschoß zurückgehen.)
Ich hoffe, jemand repariert ihn.
Und ich verspreche, ich werde brav sein.
Den Schmerz aushalten. Einen Rahmen drummachen. Da ist er. Unleugbar. Aber du sei gut. Der Tod ist nicht akzeptabel. Der eigene Schmerz ist es.
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[Datei: medit]
Achtsamkeitsmediation.
Ich bin ein Mensch, und es ist vollkommen normal, Probleme zu haben. Ich akzeptiere, dass ich als Mensch auch Schmerzen verspüre. Aufmerksam, friedlich und mitfühlend bestätige und nehme ich den Schmerz an als einen Teil meines Lebens.
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[Datei: gyakorlat]
Übung:
Notieren Sie jeden Tag 5 glückliche Momente. Wenn es sein muss, denken Sie sich was aus. Vergessen Sie nicht: auch was Sie sich ausdenken, ist Ihrs!
1. Ein Mann blieb vor der Fleischtheke stehen und fing, um die Aufmerksamkeit der Verkäuferin zu ergattern, zu miauen an: miau! Dann lachten sie beide. Und ich sah sie und freute mich.
2. Wie die Sonne aufs Pflaster scheint. Als wäre es Sommer.
3. Erinnerung: Der Lehmboden. Hart. Wenn der Boden so war, wusste man, es ist bald Sommer. Der Duft der Heckenrose. Der Duft der Pappeln. Ich kann nicht nicht glücklich sein.
4. Jemand hat mir auf der Treppe Platz gemacht!
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[Datei: Gnozis]
Nichts als gute Ratschläge.
Diesmal werden Sie Ihnen gegeben von S. A. Weor.
Sie sind auf der Welt, um zu triumphieren.
Wenn Sie im Leben triumphieren wollen, müssen Sie beginnen, mit sich selbst ehrlich zu sein, und die eigenen Fehler erkennen. Wer andere kritisiert, ist ein Schwächling.
Kritisieren Sie niemanden. Versuchen Sie, in allen Menschen das Gute zu sehen. Der Mensch, der zu leben versteht, ohne andere zu kritisieren, provoziert weder Widerstand noch Reaktion (?) seitens anderer und als Folge davon bildet sich eine Atmosphäre des Erfolges und des Fortschritts.
(Gutes wird mit Gleichem vergolten? Na, dann ist ja alles in Ordnung! — Die Wahrheit ist: Wenn du gut bist, halten sie dich für harmlos. Wenn sie dich für harmlos halten, werden sie versuchen, dich zu übervorteilen. Oft gehen sie dabei noch nicht einmal mit besonderer Sorgfalt vor, denn sie unterschätzen dich ja. Die Frage ist: was machst du, wenn dieser Fall eingetreten ist: dass sie anfangen, dich in einem mehr als üblichen Maße auszubeuten? Was tust du? Was gegen die Ausbeutung tun? Das ist eine Frage. Wo Ausbeutung ist, ist auch Depression und Zorn. Wie kannst du so für dich sorgen, dass dein Ausgebeutetsein bei einem erträglichen Minimum bleibt? — Und was ist aus deinem Ideal der Duldung geworden? Eine gute Frage. Nehmen wir an, ich wäre stark genug, mein individuelles Ausgebeutetsein zu dulden. Für eine ganze Gesellschaft wäre dasselbe Ausmaß an Ausbeutung und Ausgebeutet-Sein dennoch nicht duldbar. - Solche Lebenshilfen richten sich immer nur an einzelne Egoisten, um ihnen Duldung oder listigen Kampf vorzuschlagen, je nachdem, was gerade möglich ist.)
Weiter S. A.W.:
Vergessen wir nicht, dass die Menschen voller Stolz und Eitelkeit sind. (Stolz und Eitelkeit im Zaum zu halten verschafft einem Vorteile. Ist es das?)
Der Neurastheniker ist äußerst kritisch, reizbar und unerträglich. (Wer erträgt wen nicht?)
Ungeduld, Zorn, Egoismus, Stolz, Hochmut sind unschöne Zustände und zu vermeiden. (D'accord.)
Wenn Ihr Nervensysten durch etwas, das Sie ermüdet, irritiert wird, ist es besser, diese Tätigkeit zu meiden. Arbeiten Sie intensiv, aber mit Mäßigung. Denken Sie daran, dass übermäßige Arbeit ermüdet.
(Hihihihihi.)
Fühlen Sie sich irritiert oder zornig? Sind Sie nervös? Zorn kann Magengeschwüre verursachen. Kontrollieren Sie den Zorn mit Hilfe der Atmung:
ÜBUNG
Atmen Sie bei geschlossenem Mund sehr langsam durch die Nase ein und zählen Sie dabei mental 1-2-3-4-5-6. Halten Sie die lebensspendende Luft an und zählen Sie mental 1-2-3-4-5-6. Atmen Sie langsam durch den Mund aus: 1-2-3-4-5-6. Wiederholen Sie die Übung, bis Ihr Zorn verschwunden ist.
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Eine Wohnung habe ich lange nicht mehr. Ich habe ein paar Sachen im Atelier. Es ist kein richtiges Atelier, man kann nicht heizen, bei Leuten in… (unverständlich). Paar Sachen bei meinen Eltern. Die Fotos habe ich alle im Datenstorage, wenn ich was brauche, miete ich mir einen Arbeitsplatz und bereite alles für die Druckerei vor. Sonst habe ich alles in meinem Backpack. Wenn du eine Frau hast, musst du dich niederlassen. Eine Wohnung haben und regelmäßig Geld. Du musst dich mit deinen Eltern vertragen. Ich vertrag mich auch so, nur nicht so häufig. Ich frag auch mal nach Geld, aber nicht nach vieclass="underline" 20 Pfund oder so. Ich geb's nicht wieder zurück, schließlich bin ich ihr Sohn, aber dafür leihe ich mir auch nicht viel.
Meine erste Frau habe ich in Bosnien kennengelernt. Ich hatte bis jetzt nur eine. Also war sie meine erste Frau. Her name was Esra. Sie war unglaublich schön. Blonde Haare bis zum Hintern.
Alle im Team machten solche Augen. Wir sind 3 Monate durch Bosnien gestolpert, kurz nach dem Ende der Belagerung Sarajevos. Ich habe sie geheiratet, das war cool, und außerdem war sie schwanger. Unsere Behörden haben ihr ein Aufenthaltsrecht für sage und schreibe ein halbes Jahr gewährt: bis zum 8ten Monat. Die Beleidigung der Beamten ist verboten und wird geahndet. Wir hatten gerade die Aufenthaltsbewilligung verlängert, sind zum Ultraschall, und da sagen sie: der Fötus ist tot. Gestorben, einfach so. Wenn sie schon so groß sind, muss man sie zur Welt bringen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Sie wickeln sie in ein weißes Tuch und legen sie dir in den Arm. Ein schwarzhaariges Mädchen. Es ist besser, du siehst sie dir an, aber du darfst sie nicht liebgewinnen. Sie dann noch liebzugewinnen wäre schrecklich. Vier oder fünf Stunden später sagte sie, sie würde zurück nach Bosnien gehen. Manchmal ist es so. Man kann nicht einmal eine Ursache finden. Sie geben einfach auf. Das war meine erste Frau. Ich habe sie ein Jahr später besucht. Sie war so fremd, als hätten wir uns nie gekannt. Das ist schon seltsam. Ich meine, ich habe sie nicht geliebt und sie mich wahrscheinlich auch nicht, wir haben uns das nie gesagt. Dennoch: dass jemand, mit dem du ein Kind gehabt hast, auch wenn es tot ist, so fremd werden kann. Dann habe ich zu Hause in einem Club ein Mädchen kennengelernt. Sie sagte, sie sei 21, aber in Wahrheit war sie erst 17. Trug tagsüber eine Schuluniform. Übrigens hat die ganze Schule gekifft, das gibt's überhaupt nicht, aber Hauptsache: Uniform. Ihr Vater hatte von nichts eine Ahnung, aber irgendwann hat er kapiert, dass wir miteinander gehen, und da hat er zu mir gesagt: Dieses Mädchen hat noch eine Perspektive. Do you understand, what I mean? Du bist vierzig, sie ist siebzehn. Sie hat noch eine Perspektive. Danach habe ich meine Zelte abgebrochen. Ich reise, mache Fotos, hole mir jeden Tag einen runter, und fertig. Doiv, the Hitchhiker, auf einer Hotelterrasse in Istanbul sitzend, mit Blick auf die Atatürkund die Galata-Brücke, und einer dritten, deren Namen wir noch nicht wissen, sie befindet sich noch im Bau.