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Der dritte Mann, seitlich neben ihr wurde durch eine Berührung ihres merkwürdigen roten Stabes in seinem Vorwärtsdrang gebremst. Er brach, sich den Hals haltend, mit einem erstickten, gurgelnden Wimmern zusammen. Seine Art, sich mit blutigem Schaum vorm Mund am Boden zu krümmen, erinnerte Oba stark an den Todeskampf der Schlange aus dein Sumpf. Einem weiteren Angriff ausweichend, setzte die Frau mit einer Körperdrehung über den am Boden liegenden Mann hinweg und zertrümmerte ihm dabei mit einem wuchtigen Tritt ihres Stiefelabsatzes das Gesicht, um ihm den Rest zu geben.

Noch in der Drehung versetzte sie dem vierten Mann drei schnelle Nackenschläge. Er verdrehte die Augen, dann begann er langsam in einer spiralförmigen Bewegung zu Boden zu sinken. Sie trat ihm die Beine unter dem Körper weg, so daß er mit dem Gesicht nach vorne fiel. Mit einem widerlich schmatzenden Geräusch schlug seine Stirn auf den Steinfußboden.

Es war faszinierend zu beobachten, wie sparsam sie ihren Körper einsetzte, wie fließend sie auswich, um unmittelbar darauf zu einem blitzschnellen und unerbittlichen Gegenangriff überzugehen.

Der letzte Kerl legte sein gesamtes Gewicht in seine Attacke, als er sich auf sie stürzte. Sie fuhr herum und schlug ihm dabei so hart mit dein Handrücken ins Gesicht, daß sein Körper herumgewirbelt und er von den Beinen gerissen wurde. Mit einem derben Rückenstoß ihres seltsamen roten Stabes zwang sie ihn auf die Knie.

Es war Krummzahn. Sein schrilles Kreischen war lauter als jedes Geräusch, das Oba jemals einem Menschen hatte entlocken können. Oba fand, daß sie beim Bereiten von Schmerzen ein erstaunliches Geschick an den Tag legte. Sie bog ihm den Kopf in den Nacken, so daß sie ihn so mühelos beherrschte wie ein kleines Kind.

Dann hob sie den Blick, sah Oba ganz bewußt in die Augen und preßte Krummzahn den Stab gegen die Schädelbasis. Der Gefangene drosch mit den Armen wie von Sinnen um sich, sein Körper wand sich in wilden Zuckungen, als wäre er vom Blitz getroffen. Schließlich erschlaffte er; aus seinen Ohren sickerte Blut. Nachdem sie ihn erledigt hatte, ließ sie ihn nach vorne auf den Steinfußboden kippen. An seiner vollkommen widerstandslosen Art zu fallen erkannte Oba jenseits allen Zweifels, daß er bereits tot war und von dem harten Aufprall auf dem unnachgiebigen Stein nichts mehr spürte.

Gerade mal fünf Herzschläge lang hatte es gedauert, einen für jeden getöteten Mann, dann war alles vorbei. Im Schein der Lampe sah man überall glänzendes Blut. Die fünf Männer lagen in den unmöglichsten Verrenkungen über die gesamte Zelle verstreut, die Frau in rotem Leder dagegen war nicht mal außer Puste.

Sie trat naher. »Tut mir leid, daß ich dich enttäuschen muß, aber so leicht kommst du mir nicht davon.«

Oba feixte. Ganz offensichtlich begehrte sie ihn.

Er streckte eine Hand vor und legte sie ihr auf die linke Brust.

Mit wutverzerrtem Gesicht ließ sie ihren seltsamen roten Stab peitschenschnell am Halsansatz auf seiner Schulter niedergehen.

Oba streckte seine andere Hand vor und begrabschte ihre andere Brust. Beide genüßlich knetend, blickte er sie feixend an.

»Wie ist es möglich, daß du nichts ...« Sie verstummte, während ein Ausdruck tiefer innerer Erkenntnis über ihr Gesicht huschte.

Oba mochte ihre Brüste; es waren die prachtvollsten, die er je in seinen Händen gehabt hatte. Nun, sie war schließlich auch eine sehr ungewöhnliche Frau. Er hatte das sichere Gefühl, daß er von ihr sehr viel Neues lernen würde.

Ihre Faust kam mit tödlicher Schnelligkeit aus dem Nichts. Oba fing sie mit der Hand ab, umschloß ihre geballte Faust fest mit den Fingern und drückte zu, sie dabei so verdrehend, daß ihr Rücken nach hinten gebogen wurde und sie mit den Schultern gegen seinen Körper fiel. Sie versuchte ihm den freien Ellbogen in den Leib zu rammen, aber darauf war er vorbereitet. Er bekam ihren Unterarm zu fassen und bog ihn ihr unter Ausnutzung ihres Schwungs auf den Rücken, bis er ihn mit den Fingern seiner anderen Hand, die bereits ihren ersten Arm festhielt, packen konnte.

Damit hatte er eine Hand frei, um die Vorzüge ihres weiblichen Körpers zu erkunden. Er schob seine freie Hand um ihre Hüfte und ließ sie über das Leder gleiten. Natürlich wußte die Frau, wie man sich mit Hebelkraft aus dem Griff eines Gegners wand, nur waren ihre Kräfte der Aufgabe nicht annähernd gewachsen. Oba ließ seine Hand an der Vorderseite ihrer hautengen Lederhose hinabgleiten und befühlte ihren festen Körper.

Das widerspenstige Weib trat ihm mit der Ferse gegen das Schienbein. Oba schrie auf, sprang einen Schritt zurück und konnte es gerade noch vermeiden, sie loszulassen. Dann aber drehte sie sich, tauchte unter seinem Arm hindurch und wand sich aus seiner Umklammerung. Im nu hatte sie sich befreit.

Statt fortzulaufen benutzte sie ihren Schwung, um ihm einen Schlag seitlich gegen den Hals zu versetzen. Obwohl Oba ihn im allerletzten Augenblick noch ein Stück ablenken konnte, war der Schlag überaus schmerzhaft; schlimmer, er machte ihn wütend. Er war es leid, den Sanftmütigen zu spielen, deshalb packte er ihren Arm, verbog ihn, bis sie schrie, dann fegte er ihr die Beine unter dem Körper weg und warf sich mit seinem ganzen Gewicht auf sie. Als sie krachend auf dem Boden landeten, riß er sie brutal herum, so daß er auf ihr zu liegen kam und ihr den Atem aus den Lungen preßte. Sie kam nicht einmal mehr dazu, Luft zu holen, als er ihr bereits einen derben Hieb in die Magengrube versetzte. Er konnte ihren Augen ablesen, wie sehr es schmerzte.

Im Bodenkampf war Oba eindeutig im Vorteil, und diesen Vorteil gedachte er auszuspielen. Er ging daran, ihr die Kleider vom Leib zu reißen. Alles andere als gewillt, ihm die Arbeit zu erleichtern, wehrte sie sich nach Leibeskräften, allerdings war ihre Art, sich zu wehren, in Obas Erfahrung beispiellos. Sie kämpfte nicht etwa, um zu fliehen, wie andere Frauen dies taten, nein, sie kämpfte, um ihn zu verletzen.

In diesem Moment wurde Oba endgültig klar, wie sehr sie ihn begehrte.

Er war entschlossen, ihr die Befriedigung zu verschaffen, nach der sie sich so verzweifelt sehnte, ihr zu geben, was ihr noch kein anderer Mann hatte geben können.

Seine kräftigen Finger zerrten am Oberteil ihres Lederanzugs, doch das war mit Hilfe eines breiten Gürtels fest um ihre Taille geschnallt.

Die Rückseite des Anzugs war mit einem Geflecht aus eng sitzenden, gekreuzten Riemen und Schnallen besetzt, das sich als viel zu stabil erwies, um es zu zerreißen. Statt dessen gelang es Oba, den Anzug an der Seite unter den Armen aufzureißen. Der Anblick ihrer nackten Haut ließ ihn vor Erregung alles ringsumher vergessen. Er wehrte ihre Hände, ihre Füße, ja sogar ihren Kopf ab, als sie ihn damit zu stoßen versuchte.

Trotz ihrer schier übermenschlichen Anstrengungen gelang es ihm unter heftigem Ziehen und Reißen, das Hinterteil ihres Anzugs ein Stück weit über die Wölbung ihrer Hüfte zu zerren, was ihr Veranlassung gab, sich nur noch heftiger zu sträuben und alles in ihrer Macht stehende zu versuchen, um ihm auf irgendeine Weise wehzutun. Offenbar verzehrte sie sich so sehr nach ihm, daß sie fast die Kontrolle über sich verlor.

Während er sein ganzes Augenmerk dem Herunterziehen ihrer Hose widmete, schlug sie ihm die Zähne in den Oberarm. Der Schock des überraschenden Schmerzes ließ ihn kurz innehalten. Doch statt seinen Arm zurückzuziehen, rammte er ihn ihr gegen die Zähne, so daß ihr Kopf auf den Stein geschlagen wurde. Der zweite Aufprall auf dem harten Steinboden ließ ihren Kampfeswillen beträchtlich erlahmen, und es gelang ihm, seinen Arm zu befreien.

Oba wollte sie nicht bewußtlos, er wollte sie bei klarem Verstand. Er blickte ihr in die Augen, als er sich auf sie wälzte und ihr sein Knie zwischen die Oberschenkel zwängte, an ihrer Art, die Zähne zusammenzubeißen und seinem Blick mit den Augen zu folgen, sah er zu seiner großen Freude, daß sie sich seiner durchaus bewußt war.