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»Ja.«

»Sag es.«

»Ich liebe es, Bauchtanz zu tanzen.« sagte ich und wurde rot.

Aber dann sah ich ihn dankbar an. Ich war Bauchtänzerin! Ich war es! Ich liebte es, Bauchtanz zu tanzen! Wie frei ich mich plötzlich fühlte, und glücklich, dass ich diese Dinge nun ausgesprochen hatte, dass ich sie vor mir selbst zugegeben hatte, offen und ehrlich, in meiner Muttersprache.

»Vielleicht«, sagte er, »werde ich dir irgendwann erlauben, für mich zu tanzen.«

»Die Sklavin wäre glücklich«, entgegnete ich, »wenn sie ihren Herrn erfreuen dürfte.«

»Wie natürlich du von dir selbst als Sklavin sprichst.«

»Ich bin eine Sklavin, Herr.«

»Ja«, sagte er, »das bist du. Ich wusste das vom ersten Augenblick an, als mein Blick auf dich fiel.«

Ich blickte schüchtern zu Boden. Ich erinnerte mich an den Moment, als ich ihn zum ersten Mal gesehen hatte, als ich vom Tisch aufsah, ihn vor mir sah, ich im dunklen Pullover und der langärmligen Bluse, er im dunklen Anzug mit Krawatte, in dem er so unbeholfen aussah. Er hatte mich auf goreanische Art betrachtet und ich hatte mich gefühlt, als stünde ich nackt vor ihm. Wenn ich damals gewusst hätte, was ich jetzt weiß, hätte ich mich nackt wie eine Sklavin vor ihm gefühlt, als ob ich gerade zur Bewertung als Sklavin ausgezogen worden wäre, damit Herren abschätzen konnten, was ich ihnen auf dem Block einbringen würde. Es war kurz nach dieser Erfahrung gewesen, dass ich mich bei einer Bauchtanzschule eingeschrieben hatte. Irgendwie, in den Tiefen meines Unterbewusstseins, wollte ich alles tun was ich konnte, um zu lernen, solch einen Mann zufrieden zu stellen, um aufreizend vor ihm zu tanzen, lebendig und halbnackt.

Als ich hochsah, betrachtete er mich noch immer. Er sah mich nachdenklich an, studierte mich. Ich war still. Ich war nicht angesprochen worden. Er warf die Maske zu Seite, zwischen seine anderen Sachen. Dann kauerte er vor mir nieder.

»Herr.« flüsterte ich flehend und kämpfte gegen die Seile.

Er entfernte den Gürtel und den Sklavenfetzen von mir und warf sie beiseite. Er, und nicht ich, besaß diese Dinge. Dann wich er etwas zurück und sah mich an.

»Du bist schöner geworden.« stellte er fest.

»Vielen Dank, Herr.«

»Die goreanische Diät, der Sklaventanz und die Beachtung der Herren haben dich wahrscheinlich viel besser werden lassen.«

»Ich hoffe, dass ich besser geworden bin.«

»Deine Ohren sind durchstochen.«

»Wie es mir entspricht, Herr.«

Er lächelte. Ich sah, dass meine durchstochenen Ohren ihn erfreuten. Ich war glücklich über seine Freude.

»Ich grüße dich, Miss Williamson.« sagte er.

»Ich bin nicht mehr Miss Williamson«, widersprach ich, erschrocken zurückweichend, »es sei denn, der Herr wünscht, dass ich diesen Namen trage.«

»Das ist eine akzeptable Antwort.« sagte er. »Wie ist dein Name?«

»Welcher auch immer dem Herrn gefällt.«

»Wie bist du zuletzt genannt worden?«

»Tuka.«

Er wusste das natürlich. Er wollte diesen Sklavennamen von meinen eigenen Lippen hören.

»Es bleibt dabei.«

»Ja, Herr.«

In gewisser Weise hatte ich den gleichen Namen, »Tuka«, es war aber ein neuer Name, den ich bekommen hatte. Ich trug ihn jetzt entsprechend seines Willens, nicht nach dem eines anderen. Ich war einmal Miss Doreen Williamson gewesen. Jetzt war ich, nach der Entscheidung eines Mannes wieder einfach ein Tier namens »Tuka«. Es war ein aufregender Name. Er machte mich heiß zwischen meinen Schenkeln. Ich wand mich ein wenig in meinen Fesseln.

»Weißt du, was das ist?« fragte er.

Er hatte die Sklavenpeitsche aufgehoben.

»Eine Sklavenpeitsche.« antwortete ich.

Er hielt sie vor mich und ich küsste sie eifrig.

»Das machst du gut, Sklavin.« lobte er mich.

»Ich danke dir, Herr.«

»Kannst du goreanisch sprechen?«

»Ein wenig, Herr.«

Er wusste natürlich, dass ich wenigstens etwas goreanisch sprechen konnte. Er hatte mich ja mit Mirus und Tupita sprechen hören.

»Der Herr würde mehr davon wissen«, fuhr ich fort, »wenn er mir, als ich danach fragte, die Erlaubnis zum Sprechen gegeben hätte.«

Er spielte mit der Peitsche. Ich hoffte, dass ich zu nicht kühn gewesen war.

»Das Mädchen kann einfache Befehle verstehen.« flüsterte ich.

»Vielleicht sollte sie inzwischen mehr gelernt haben.«

»Ich kann goreanisch sprechen«, sagte ich, »ganz gut sogar, denke ich, für die Zeit, die ich hier bin. Ich musste es schnell und gründlich lernen. Es ist die Sprache meiner Herren.«

Er nickte. Sklavenmädchen von der Erde lernen schnell goreanisch. Natürlich werden wir mit Stock und Peitsche dazu ermutigt. Das sind nützliche pädagogische Mittel.

»Darf ich sprechen?« fragte ich.

Auf englisch klingt die Bitte darum, sprechen zu dürfen, etwas merkwürdig. Aber sie war völlig korrekt, schließlich war ich eine Sklavin. Dass ich Sklavin war, war wichtig, nicht die Sprache, die ich benutzte.

»Ja.«

»Ist diese Peitsche für mich?«

»Ja.«

»Gehöre ich dir?«

»Ja.« sagte er. »Ich habe dich mit dem Schwert errungen. Wer das bestreitet, müsste sich damit auseinandersetzen.«

Ich wand mich in meinen Fesseln. Ich gehörte ihm, war Mädchenbeute, Kajirabeute, genauso wie das Tharlarion, mit dem Recht des Schwertes.

»Hast du nach mir gesucht?« fragte ich.

»Ja«, antwortete er, »seit Monaten, von Markt von Semris nach Brundisium, nach Samnium, nach Argentum und Venna.«

Ich erinnerte mich daran, dass Tyrrhenius von »Erkundigungen« gesprochen hatte. Ich hatte geglaubt, dass damit Ermittlungen von Agenten des Praetors gemeint gewesen waren oder etwas ähnliches. Es war nicht klar gewesen, worauf die »Erkundigungen« gerichtet waren und ob sie von einer oder mehrerer Parteien durchgeführt wurden. Jetzt schien es so, als wären es mindestens zwei unterschiedliche Parteien gewesen, die zweifellos nichts voneinander wussten und jede aus eigenen Motiven nach mir gesucht hatten. Kein Wunder, dass Tyrrhenius mich so schnell wie möglich außerhalb von Argentum verkaufen wollte!

»Warum?« fragte ich. »Um mich zu befreien?«

»Denkst du, dass du eine freie Frau sein solltest?«

»Nein, Herr.«

Er sah mich an und er schien ärgerlich zu sein und ich hatte Angst vor ihm.

»Nachdem ich dich hatte gehen lassen, merkte ich, dass ich dich für mich selbst brauchte.«

»Oh, Herr!« rief ich freudig aus.

»Deshalb folgte ich dir«, fuhr er fort, »Narr, der ich war, als ich dich gehen ließ.«

»Warum hast du mich nicht deinen Auftraggebern abgekauft, in deinen Kragen gesteckt und mich behalten, um mich entsprechend deinen Anweisungen auszubilden?«

»Ich fürchtete, dass du mich vor Leidenschaft verrückt machen würdest.« sagte er. »Aber es gibt einen Weg, Frauen wie dich im Kragen und unter strenger Kontrolle zu halten.«

»Ja, Herr.« antwortete ich. »Ja!«

Er hatte nach mir gesucht! Er hatte mich gefunden! Er sah auf mich hinunter.

»Der Herr hat lange gesucht, um mich zu finden«, bemerkte ich, »er hat viel riskiert für ein unbedeutendes Mädchen.«

Er zuckte mit den Schultern.

»Ich hoffe, der Herr ist nicht enttäuscht, jetzt, wo er mich in seinen Händen hat.«

Er lächelte.

»Ich nehme an, dass der Herr nicht enttäuscht ist.«

»Ich werde ich es dich später wissen lassen.« versprach er.

Ich lachte. Aber wie fest meine Fesseln saßen! Wie hilflos ich war!

»Es ist überraschend, oder«, sagte ich, »dass du so lange hinter einer Sklavin her warst.«

»Ich denke schon.«

»Darf ich etwas mehr über die Motive des Herrn wissen?«

Ich wollte ihn dazu bringen, zu sagen, dass er mich interessant und attraktiv fand!

»Du bist keine unattraktive Sklavin.« sagte er trocken.

»Aber sicher es gibt viele attraktive Sklavinnen.«

»Das stimmt.«

»Darf die Sklavin darauf hoffen, dass der Herr sich um sie kümmert, wenigstens ein bisschen?« fragte ich.

»Sie sollte lieber hoffen, dass eine solche ungehörige und unverschämte Frage ihr keine Unterhaltung mit der Peitsche einbringt.« entgegnete er.