»Du starrst mich an, Ritter.«
»Ja, das tue ich. Du bist schön.«
Plötzlich erschien sie hilflos und schüchtern. Ihr Blick wich Richtung Boden aus, und sie sah aus, als könnte sie jeden Moment weglaufen.
»Hat dir das noch nie jemand gesagt?«
»Doch. Normalerweise, wenn sie etwas von meinem Bruder oder mir wollten. Sie haben es nie ernst gemeint.«
Und plötzlich sah er die Frau hinter der Kriegerin. Eine Frau, die unter bösen Männern aufgewachsen war, es aber trotzdem irgendwie geschafft hatte, sich ihre Seele zu bewahren. Eine Frau, die für die Freiheit von Menschen kämpfte, die sie nicht kannte, und die jeden Tag ihr Leben riskierte, um sie gegen ihre eigene Sippe zu verteidigen. Eine Frau, die mühelos einen Drachen ihren Freund nannte. Und ob sie es wusste oder nicht: Sie gehörte ihm. Seine Frau. Seine Kriegerin. Sein Leben. Er würde alles tun, um sie zu beschützen. Alles, um sie zu behalten.
Er streckte die Hand aus und schob ihr das lange Haar von der Schulter. Sanft fuhr er mit dem Finger ihren Oberkörper entlang, über ihre Brust, und umkreiste den Nippel. Er sah, wie er hart wurde unter seiner Berührung. Hörte, wie ihr Atem schwer und schnell wurde. Sie roch nach Verlangen und dem Wald. Und bald würde sie nach ihm riechen.
Sein Arm schlang sich um ihre Taille, und er zog sie unsanft an sich. Sein Mund nahm ihren gefangen, während seine Hände über ihren Rücken und ihren Hintern wanderten. Ihre starken Hände griffen in sein Haar. Ihre Zunge kostete seine.
Er trennte sich nur so lange von ihr, um sich seine eigenen Kleider und Waffen vom Leib zu reißen, dann hielt er sie wieder in seinen Armen. Fearghus knabberte an der weichen Haut an ihrem Hals und hörte sie knurren. Der Laut ging ihm durch und durch und stellte seine Herrschaft über seinen eigenen Körper auf die Probe. Er senkte sie sanft ins Gras der Schlucht und legte sich neben sie.
Annwyl liebte es, wie sich sein Körper anfühlte. Seine Hüften passten sich sanft ihren an. Seine Hände waren rau und so groß, dass sie ihre vollen Brüste umfassen konnten. Seine Haut war fest und glatt. Ihre Finger genossen es, über seinen Körper zu gleiten, durch sein langes, dichtes Haar.
Als er langsam seine Zunge über ihre Brust nach unten wandern ließ, fürchtete sie, aus der Haut fahren zu müssen. Doch seine Hände hielten sie fest, erdeten sie, während sie über ihren Rücken glitten, bis sie ihren Hintern umschlossen. Seine Zunge glitt zwischen ihre Schenkel, und ihr Körper bäumte sich auf. Doch als seine Zähne über sie raspelten, entrang sich ihrer Kehle ein wildes Stöhnen.
Annwyl hatte immer geglaubt, dagegen gefeit zu sein. Dieses Verlangen würde sie nie in die Falle locken, so wie die wenigen Frauen, die sie im Lauf der Jahre kennengelernt hatte. Doch jetzt wurde ihr klar, dass ihr Körper sich in ein betrügerisches Wesen verwandelt hatte. Im Kampf reagierte er auf jeden ihrer Befehle. Tat Dinge, die sie nie für möglich gehalten hatte. Besaß eine Kraft, von der sie selbst nichts gewusst hatte.
Aber jetzt ignorierte ihr Körper sie vollkommen. Er reagierte auf etwas ganz anderes. Und bis er bekam, was er brauchte, würde er auf nichts reagieren, was sie dachte oder wollte. Er würde nur seinem Verlangen folgen. Seinen Bedürfnissen. Und im Augenblick bedeutete das, dass ihr Körper nur auf den Mann über ihr reagieren würde.
Er liebte ihren Geschmack. Ihren Duft. Alles an ihr machte ihn lebendig. Machte ihn menschlicher als er es je zuvor gewesen war. Sie keuchte; ihr Körper war angespannt und wand sich, fürchtete sich vor diesem neuen Gefühl. Diese neuen Empfindungen, die sie nie zuvor gehabt hatte. Aber als sie ihren Griff in seinen Haaren verstärkte und die Strähnen um ihre Finger wand, wurde ihm bewusst, wie sehr er sie brauchte. Wie viel er zu riskieren bereit war, um diese Zeit mit ihr zu teilen.
Er ließ seine Zunge langsam zwischen ihren Schenkeln kreisen, während er einen Finger in sie gleiten ließ. Ihr ganzer Körper bäumte sich auf, und er lächelte, als er sie immer weiter leckte, während er sie langsam mit seiner Hand streichelte. Sie stöhnte laut, und er fragte sich, wie viel er davon noch aushalten konnte, bevor er in ihr sein durfte. Doch ihr Körper bäumte sich noch einmal auf, und die Muskeln ihres Geschlechts zogen sich um seinen Finger zusammen. Sie schnappte hörbar nach Luft und griff fester in sein Haar, als sie kam und ihre Säfte an ihren Schenkeln hinabrannen.
Er leckte sie sauber, als die Krämpfe vorübergingen und bewegte sich langsam an ihrem Körper nach oben, wobei er unterwegs jede Narbe küsste und leckte.
Seine Lippen erreichten ihren Mund, und er keuchte überrascht, als er feststellte, wie hungrig sie nach ihm war. Fearghus hatte sie nicht gesättigt, sondern sie vielmehr dazu gebracht, noch mehr zu wollen. Ihre Leidenschaft verstärkte seine.
Er legte sich zwischen ihre Schenkel, seine Männlichkeit drückte gegen sie. Sie japste in sein Ohr, ihr Körper bewegte sich unter seinem, bereitete sich für ihn vor, ihre Beine öffneten sich weiter. Fearghus küsste sie am Hals entlang und hinauf zu ihrem Ohrläppchen. Er leckte das empfindliche Stück Haut, dann biss er hinein.
Sie schrie überrascht auf, und in diesem Moment stieß er zu, durchbrach ihre Jungfernhaut und füllte sie vollkommen aus, vergrub sich tief in ihr.
Sie schlang die Arme um ihn, und Fearghus wartete, bis sie sich an seine Größe gewöhnt hatte, bis es angenehm für sie war, ihn in sich zu haben. Innerhalb von Sekunden begann sie, ihn am Hals und Kiefer entlangzuküssen. Er küsste sie wieder. Und während er langsam ihren Mund erkundete, begann er, in sie zu stoßen. Er genoss es, wie sie sich anfühlte, wie ihr Körper sich unter seinem bewegte. Er wollte ihr nicht wehtun, deshalb ließ er sich Zeit, hielt seine eigene Befriedigung zurück, damit sie zuerst kommen konnte.
Dann hörte er sie etwas an seiner Kehle murmeln. »Was?«, fragte er sanft und zuckte bei ihrer Antwort verblüfft zusammen.
»Fester.«
Sie konnte nicht fassen, dass sie das Wort einmal gesagt hatte, ganz zu schweigen von zweimal. Doch sie war immer eine Frau gewesen, die wusste, was sie wollte. Und sie wollte, dass er sich heftiger in ihr bewegte. Sie wusste es zu schätzen, dass er sich Zeit ließ, behutsam war, doch sie war über den schwersten Teil hinweg. Er hatte gekonnt ihre Jungfernhaut durchbrochen, und jetzt wollte sie weitermachen.
Er zögerte. »Hast du gerade ›fester‹ gesagt?«
»Ja.« Sie wand sich. »Das war wohl unhöflich.« Ein Vorwurf, den man ihr mehr als einmal hingeschleudert hatte.
Er leckte die Kuhle an ihrem Hals. »Überhaupt nicht.«
Er stieß in sie, und Annwyl spürte, wie jeder einzelne Nerv in ihrem Körper zum Leben erwachte. Er zog sich zurück und stieß noch einmal zu. Sie schloss die Augen und ließ sich von ihrer Lust überspülen.
Während er sich in ihr bewegte, ließ sie ihre Hände seinen Rücken hinabgleiten. Als die Hitze von ihren Lenden ihr Rückgrat hinaufströmte, grub sie ihre Fingernägel in seinen Rücken, während ihr ganzer Körper sich anspannte und ihr der Atem stockte. Als das erste Zucken sie durchfuhr, rissen ihre Nägel über seine Haut, und sie schrie auf, während ihr Körper sich gegen seinen aufbäumte.
Er stieß noch einmal in sie; sein ganzer Körper bebte, als er in ihr kam.
Annwyl lehnte ihre Stirn an seinen Hals. Sie schloss die Augen und lauschte seinem Atem. Sein Herz schlug gegen ihre Brust, während sein warmer Körper sie umschloss. Ehe sie es sich versah, war Annwyl eingeschlafen.