Und wer sich daran erinnert, an jene Jahre zwischen Zeit und Strom, Fels und Geweb, es führt kein Weg zurück, und das ist gut so, auch wenn die Luft kocht wieder im Moment, Wohnungen und Luxusgirls gab’s damals keine oder so gut wie.Zofia G., geboren 1988 im Dorf H. nahe der ungarisch-kroatischen Grenze, nach Abschluss der 10. Klasse Arbeit auf dem Hof der Eltern, über eine Agentur, vermutlich die des Zoltan M., nach Deutschland vermittelt, Tätigkeiten ab 2009 in Erotikshows und Stripbars, seit 2010 tätig in der Wohnungsprostitution in verschiedenen deutschen Städten zusammen mit einer ehemaligen Klassenkameradin aus dem Dorf H., zuletzt in XXX, schickt der Familie regelmäßig Geld.
Von dort nach hier, die Gegenwart ohne Vergangenheit, wir wandern wie die alten Philosophen.
Gott ist tot. Sex lebt. Hoch hoch hoch. Moni-Milf is very milf. Mit der könnt ihr alles anstellen. Was das Hirn begehrt. Dreilochstute. Altes Luder. Aber da will ich nicht unhöflich sein, ganz und gar nicht. Weil, und jetzt kommt’s: Ich liebe diese alten Leder. Allein ihre Stimme macht den Sex. Nix Ex. Der Körper noch stramm wie ein alter Sattel. Sagen wir lieber: das Leibchen. Eine Jahrhundertfrau, zumindest das halbe Jahrhundert. Dem Jungchen, der mir letztens schrieb, von wegen: Was hat das zu bedeuten mit dem» Edelkirsch«, dem habe ich sie gleich empfohlen, Brief und Siegel drauf, weiclass="underline" (Kalauer an) — auf alten Stuten lernt man reiten. Das braucht uns alte Profis nun nicht zu interessieren, aber der gute Ecki hilft, wo er kann. Hab noch keine Antwort von ihm, wahrscheinlich liegt er mit leeren Eiern irgendwo im Koma, denn eine Stunde mit Moni sind Lust und Schmerz und Wahnsinn, und das Hirn zerspringt und zerfließt irgendwo in ihren Löchern.
«Schön bist du, meine Freundin, / ja, du bist schön. Hinter dem Schleier / deine Augen wie Tauben. Dein Haar gleicht einer Herde von Ziegen, / die herabzieht von Gileads Bergen. Deine Zähne sind wie eine Herde / frisch geschorener Schafe, / die aus der Schwemme steigen. Jeder Zahn hat sein Gegenstück, keinem fehlt es. Rote Bänder sind deine Lippen; lieblich ist dein Mund. Dem Riss eines Granatapfels gleicht deine Schläfe / hinter dem Schleier.
Wie der Turm Davids ist dein Hals, / in Schichten von Steinen erbaut; tausend Schilde hängen daran, / lauter Waffen von Helden. Deine Brüste sind wie zwei Kitzlein, / wie die Zwillinge einer Gazelle, / die in den Lilien weiden. Wenn der Tag verweht und die Schatten wachsen / will ich zum Myrrhenberg gehen, / zum Weihrauchhügel. Alles an dir ist schön, meine Freundin; / kein Makel haftet dir an.«
Das Hohelied des guten alten Salomo.
Ich sage, meine Lieben, immer die Wahrheit, und da muss ich sagen, dass in der XXX bei der Moni, also wo die Moni wohnt, wenn sie sich für Cash ficken lässt, das ist ja ein richtiges Wohnhaus, wie ihr wisst oder jetzt von mir erfahrt, und da sind ja noch andere Mädels drin, hab ich schon vor neuneinhalb Wochen drüber geschwatzt, wenn ihr euch erinnert, also dass es in diesem Haus, mir sind ja ehrlich, schon ein bisschen hübscher sein könnte, bisschen Staub wischen auf den Fensterbrettern, wär ja der Anfang. Da liegen die Fliegen, und die sind tot. Unser verehrter Manager der Macht hat seine Hand da nicht drauf, soweit ich das weiß, denn bei ihm, in seinen Oasen der Willigkeit und Verfügbarkeit, gibt es schon eine gewisse Sauberkeit, soweit ich das beurteilen kann. Eden City.
Aber das soll jetzt nicht heißen, dass es bei Moni und in der Dreiundzwanzig räudig ist, denn wie räudige Hunde können wir uns dort austoben, vor allem eben bei der …, YES, GENTLEMEN.
Sie macht im Prinzip alles. A bis A. Zungenanal bis Frühlingsgefühle. HEH, ihr da draußen, haben wir grad Sommer, Herbst, oder schneit es in der großen großen Stadt?
Im Gesicht wie Oma, der Körper wie Omas Urenkelin. HEHHH, da werdet ihr hellhörig, was? Gespitzte Ohren, gespitzter Schwanz. Das ist die Geilheit der Diskrepanz. Und ich will nicht unhöflich sein, weil» Oma «war vielleicht ein bisschen böse, aber was für eine Möse! Ausgeleiert? Nein. Eng. Mein Gott ist die eng. GIRL GIRL GIRL, sie hat blonde kurze freche Haare, sie ist bissel faltig in the face, aber sie bläst, sie schluckt, sie reißt sich den Arsch auf für euch, für uns, eine Stunde für unschlagbare Hundert und kein Aufpreis für AV oder den berühmten Kehlenfick, das kommt alles von ganz allein, wenn der Schein in ihrer Tasche ist.
LOB LOB LOB, ihr findet sie bei Nutten-Punkt-Net und auch auf der Webseite XXX. Und wenn es einen Kontest gäbe, welches Girl am nettesten fickt und welches Girl die bezahlte Stunde, jene blaue, farbige, aufregende Stunde, ohne Uhr auch mal verlängert, dann haben wir bei der Dreiundzwanzig und weit darüber hinaus, eine geile abgerockte Siegerin. Und da ist unser Song … LIKE A VIRGIN … UHHH … VERY FIRST TIME … LIKE A VIR-HIR-HIR-GIN. Es sind ja einige unter uns, das weiß ich, die die jungen Leiber sich lieber einverleiben. Und manchmal geht’s mir genauso, siehe unsere Puszta-Nymphen, diese gierigen Mittzwanziger, und ich habe jederzeit paar Tipps auf Lager bis runter zur Achtzehn, wo man das Jungblut kriegt, gut und günstig sozusagen.
Die kalten Winde bliesen / Mir grad ins Angesicht.
IHR LIEBEN. Ecki ist immer noch on-line. Aus der großen Stadt in die kalten Betten. Aus den heißen Betten in die leere Stadt. Seid ihr noch da, seid ihr noch bei mir? Aber ich sehe, die Mails und Nachrichten glühen rein. Da schreibt doch einer, dass ich mal ganz und gar stillos wäre und die Zunft der Freier verunglimpfen undsoweiter … Alles Stiletto, oder was? Wo ich mich doch tief verneige vor den Damen der Nacht, vor den wunderbaren Grabennymphen (denn so nannte man sie früher, vor Hunderten von Jahren, als sie noch vor den Städten arbeiten mussten, wieder was gelernt, Herr Graf, gelle?).Anja N., geboren 1991 in der Industriestadt D. in der Ukraine, abgebrochene Lehre als Industriemechanikerin, 2009 nach eigener Aussage als Hotelangestellte in W., Deutschland, eingestellt, 2010 im Nachtclub XXX in F. als Sexarbeiterin tätig, laut eigener Aussage über den genauen Inhalt der Tätigkeit anfangs getäuscht, Kontakt zur Hurenorganisation Hydra, Anfang 2011 kurzzeitige Rückkehr nach D., seit Ende 2011 tätig im Club XXX in Berlin.
Was wissen wir schon über unsere Frauen …, diese und jene. Wir zäumen sie auf, die süßen Ponys. Drei haben wir besprochen. Unabhängig und für alles offen. Unsere Hohelieder der Leiber. Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal …, fürchte ich kein Unglück …, keine samenlose Zeit. Unser Stecken und Stab …, tief dringen sie ein.
HAUS UND HOTEL. CODENAME CARMEN. Gar nicht lange her, dass ich bei ihr war. Mit der Carmen war das Problem, dass sie nicht rauswollte aus ihrer Bude. Und ihr Rücken war eine einzige Narbe. Sie hat sich irgendwas rausschneiden oder bestrahlen lassen auf dem Rücken. Und ich sag noch: Hotel bitte. Aber sie: Nee, sorry, das geht grad nicht, komm doch nach da und da. Und ich ins Taxi rein. Ewig gesucht nach dem Eingang. Wie damals nach dem Keller der Blutjungen. Mein Gott, war die geil, war die hübsch, blank rasierte Muschi, GEFÄLLT DIR MEIN KLEINES BLANKRASIERTES SCHNECKCHEN? hätt meine Tochter sein können vom Alter her. Die Kleine war wunderbar. Einziges Problem: Sie wollte keine Stunde. Wo doch die Stunde … Sie wollte nur für Einzeln, hundert für einmal, hundert für keinmal, aber da muss ich sagen: Die war nicht bei der Sache, bei der Sache war sie nicht richtig. Obwohl ich ihr zweihundertfünfzig für eine Stunde bot, sie aber wolle alles PRO zu PRO, nix all inklusive, wasch dir die Hände, wenn du mich fingern willst, hab ich doch! ich mag das nicht, das kostet so und so, old school, heute sind die Mädels kaum noch so, der Markt … Aber ihre Pussy schmeckte nach Pisse, das werde ich nie vergessen. MIR IST DIE FRÖHLICHKEIT ABHANDEN GEKOMMEN.Peggy D., geboren 1971 in Plauen/Vogtland, Ausbildung zur Sekretärin, mehrere Weiterbildungen und Lehrgänge bis 1989, von 1987 bis 1989 tätig als Stenographin in Moskau für Interdruck, spricht fließend Russisch, verheiratet seit 1993, Geburt der gemeinsamen Tochter 1993, Eröffnung eines Fachgeschäfts für Bürobedarf in der Stadt XXX zusammen mit dem Ehemann Ulf D. 1995, Insolvenz 1996, seit 1998 tätig in der Wohnungsprostitution im Unternehmen des XXX.