Выбрать главу

Der Parkwächter fuhr ein braunes Sportkabriolett mit offenem Verdeck heran. Larry half Catherine in den Wagen und schlüpfte hinter das Lenkrad. Sie saß da, blickte gerade vor sich hin, wusste, dass sie im Begriff war, ihr ganzes Leben wegzuwerfen, und war völlig unfähig, etwas dagegen zu tun. Es war, als ob all dies jemand anderem zustieß. Sie hätte am liebsten dem albernen, haltlosen Mädchen im Wagen geraten zu fliehen.

»Zu Ihnen oder zu mir?« fragte Larry sanft.

Sie schüttelte den Kopf. »Ist ganz egal«, sagte sie resigniert.

»Dann zu mir.«

Er war also doch nicht ganz unempfindlich. Oder er hatte Angst davor, sich mit dem Schatten William Fräsers zu messen.

Sie beobachtete ihn, wie er gewandt den Wagen durch den Verkehr des frühen Abends lenkte. Nein, er hatte vor nichts Angst. Das war ein Teil seiner verdammten Anziehungskraft.

Sie versuchte sich einzureden, dass sie die Freiheit hatte, nein zu sagen, die Freiheit wegzugehen. Wie konnte sie William Fräser lieben und solche Gefühle für Larry empfinden?

»Wenn es ein bisschen hilft«, sagte Larry ruhig, »ich bin genauso nervös wie Sie.«

Catherine blickte zu ihm hinüber. »Danke«, sagte sie. Natürlich log er. Er sagte das wahrscheinlich zu allen seinen Opfern, wenn er sie ins Bett nahm. Aber wenigstens war er nicht hämisch. Was sie am meisten quälte, war, dass sie Bill Fräser betrog. Er war ein zu lieber Mensch, um ihm weh zu tun, und dies würde ihn sehr verletzen. Catherine wusste es und wusste, dass sie falsch und sinnlos handelte, aber es war, als hätte sie keinen eigenen Willen mehr.

Sie waren in einer freundlichen Villengegend mit großen schattigen Bäumen längs der Straße angelangt. Larry hielt vor einem Apartmenthaus. »Wir sind da«, sagte er ruhig.

Catherine wusste, dass dies ihre letzte Chance war, nein zu sagen, ihn aufzufordern, sie in Ruhe zu lassen. Sie sah schweigend zu, wie Larry um den Wagen herumging und die Tür öffnete. Sie stieg aus und ging in sein Apartmenthaus.

Larrys Apartment war für einen Mann eingerichtet. Es hatte kräftige, gediegene Farben und Möbel nach männlichem Geschmack.

Als sie eintraten, nahm Larry Catherine den Mantel ab, und sie fröstelte.

»Ist dir kalt?« fragte er.

»Nein.«

»Möchtest du einen Drink?«

»Nein.«

Er nahm sie zärtlich in die Arme, und sie küssten sich. Es war, als ob ihr Körper in Flammen stünde. Wortlos führte Larry sie in sein Schlafzimmer. Die Spannung wuchs ins Unerträgliche, als sie sich schweigend auszogen. Sie lag nackt auf dem Bett, und er legte sich neben sie.

»Larry«, aber seine Lippen drückten sich auf die ihren, seine Hände begannen, über ihren Körper zu streichen und sie sanft abzutasten, sie vergaß alles über der Wonne, die sie empfand, und ihre Hände begannen nach ihm zu greifen. Und sie fühlte ihn heiß, hart und zuckend neben sich, und seine Finger waren in ihr, öffneten sie sanft und liebevoll, und er war über ihr und in ihr, und sie empfand ein so großes Entzücken, wie sie es nicht einmal im Traum für möglich gehalten hätte; und dann waren sie zusammen, bewegten sich schneller und schneller in einem wunderbaren Rhythmus, der den ganzen Raum und die Welt und das Universum ergriff, und dann die Explosion, die zu einer Ekstase wie im Delirium führte, eine unglaublich erschütternde Reise, ein Ankommen und Abreisen, ein Ende und ein Anfang, und Catherine lag ermattet und betäubt da, klammerte sich fest an ihn, wollte ihn nie wieder loslassen und wünschte, dass dieses Gefühl ewig dauerte. Nichts, was sie je gelesen oder gehört hatte, hätte sie auf dies vorbereiten können. Es war unglaublich, dass der Körper eines anderen Menschen einem solches Entzücken bringen konnte. Sie lag in Frieden da: eine Frau. Und sie wusste, auch wenn sie ihn niemals wieder sehen sollte, wäre sie ihm für den Rest ihres Lebens dankbar.

»Cathy?«

Sie wandte sich langsam und träge um und blickte ihn an. »Ja?« Sogar ihre Stimme schien ihr tiefer, reifer.

»Könntest du deine Nägel aus meinem Rücken nehmen?«

Sie merkte plötzlich, dass sie ihre Nägel in sein Fleisch gekrallt hatte. »Oh, es tut mir leid!« rief sie aus. Sie tastete seinen Rücken ab, aber er griff nach ihren Händen und zog sie an sich.

»Es macht nichts. Bist du glücklich?«

»Glücklich?« Ihre Lippen zitterten, und zu ihrem Entsetzen begann sie zu heulen. Heftige Schluchzer, die ihren Körper erschütterten. Er hielt sie in seinen Armen, streichelte sie beruhigend und ließ den Sturm von selbst abflauen.

»Es tut mir leid«, sagte sie. »Ich weiß nicht, weshalb ich das tat.«

»Enttäuschung?«

Catherine blickte ihn schnell an, um zu protestieren, aber dann sah sie, dass er sie neckte. Er nahm sie in seine Arme, und sie liebten sich von neuem. Es war noch unglaublicher als vorher. Nachher lagen sie im Bett, und er sprach, aber sie hörte ihm nicht zu. Alles, was sie hören wollte, war der Klang seiner Stimme, und es war unwichtig, was er sagte. Sie wusste, es würde für sie nie wieder einen anderen Mann geben als diesen. Und sie wusste, dass dieser Mann niemals einer Frau allein gehören konnte, dass sie ihn wahrscheinlich nie wieder sehen würde, dass sie nur eine Eroberung mehr für ihn bedeutete. Sie merkte, dass er verstummt war und sie prüfend ansah.

»Du hast nicht ein Wort gehört, was ich sagte.«

»Verzeih«, sagte sie. »Ich habe mit offenen Augen geträumt.«

»Ich sollte eigentlich beleidigt sein«, sagte er vorwurfsvoll. »Du hast nur Interesse für meinen Körper.«

Sie ließ ihre Hände über seine straffe, gebräunte Brust und seinen Leib gleiten. »Ich bin nicht erfahren«, sagte sie, »aber ich denke, der hier genügt vollkommen.« Sie lächelte. »Er hat vollkommen genügt.« Sie wollte ihn fragen, ob es ihm mit ihr gefallen hätte, aber sie hatte Angst davor.

»Du bist schön, Cathy.«

Es erregte sie, ihn das sagen zu hören, aber gleichzeitig ärgerte sie sich darüber. Alles, was er zu ihr sagte, hatte er tausendmal zu anderen Frauen gesagt. Sie fragte sich, wie er sich von ihr verabschieden würde. Ruf mich mal an? Oder: Ich werde dich mal anrufen? Vielleicht würde er sie sogar einoder zweimal wieder sehen wollen, bevor er zu einer anderen ging. Gut, es war ausschließlich ihre eigene Schuld. Sie hatte gewusst, in was sie sich einließ. Ich bin in diese Geschichte mit weit offenen Augen und Beinen hineingelaufen. Was auch immer geschieht, ich darf ihm keine Schuld geben.

Er schlang seine Arme um sie und hielt sie fest an sich gedrückt.

»Weißt du, dass du ein ganz besonderes Mädchen bist, Cathy?«

Weißt du, dass du ein ganz besonderes Mädchen bist – Alice, Susan, Margaret, Peggy, Lana?

»Ich fühlte es beim ersten Mal, als ich dich sah. Ich habe bei niemandem vorher dieses Gefühl gehabt.«

Janet, Evelyn, Ruth, Georgia, ad infinitum. Sie grub ihren Kopf an seine Brust, wagte nicht zu sprechen und hielt ihn eng umschlungen, während sie ihm still adieu sagte.

»Ich bin hungrig«, sagte Larry. »Weißt du, worauf ich Lust habe?«

Catherine lächelte. »Ja, sicher weiß ich das.«

Larry grinste auf sie hinunter. »Weißt du was?« sagte er. »Du bist liebestoll.«

Sie blickte auf. »Danke.«

Er führte sie unter die Dusche und drehte sie auf. Er nahm eine Duschkappe von einem Haken an der Wand, streifte sie Catherine über und schob ihr Haar darunter. »Komm«, sagte er und zog sie unter den scharfen Wasserstrahl. Er nahm ein Stück Seife und begann sie zu waschen; er fing beim Hals an, seifte ihre Arme ein, kreiste langsam um ihre Brüste, glitt dann zu ihrem Bauch und ihren Schenkeln hinab. Sie begann, Erregung in ihren Lenden zu verspüren, nahm ihm die Seife aus der Hand und fing an, ihn zu waschen, seifte ihm Brust und Bauch ein, bis sie zwischen seine Beine gelangte. Sein Glied in ihrer Hand wurde hart.

Er öffnete ihre Beine und drängte seine männliche Härte in sie, und Catherine war wieder außer sich, sie ertrank in einem Sturzbach von Wasser, der gegen ihren Körper schlug, während sie aufs neue von unerträglichem Glück erfüllt war, bis sie vor reiner Lust laut aufschrie.