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In diesem Augenblick macht Jermakow eine ungeduldige Bewegung, versucht, die Hände herunterzunehmen.

»Hände hoch!« sage ich drohend und richte die Pistole auf ihn. Plötzlich habe ich das brennende, geradezu unerträgliche Verlangen, zu schießen. Und offenbar hat Jermakow in meinem Blick etwas gelesen, denn er läßt sich sofort auf die Knie fallen, schluchzt und blickt mich ergeben an.

Schprinz aber hört nicht auf zu winseln und zu jammern. Er hält die Hände hoch und stirbt fast vor Angst. »Ich sage alles. Ich weiß alles! Alles, alles! Man darf mich nicht töten!« schreit er hysterisch.

Offenbar halten seine Nerven nicht stand. Seine Augen weiten sich, unentwegt starrt er auf den reglos daliegenden Ossip. Wie furchtbar, anscheinend habe ich ihn getötet. Aber da denke ich an Ediks blasses, schmerzverzerrtes Gesicht, seine verkrusteten Lippen.

Und ich sehe Dawud über die Mauer springen. Ihm folgen Wolodja-Käfer und noch ein Mann.

Wenig später gehen wir schon den steilen, steinigen Weg hinunter, dorthin, wo der LKW auf uns wartet. Voran Jermakow, ihm sind die Hände auf dem Rücken gefesselt. Ich hinter ihm, die Pistole in der Hand. In meiner Tasche steckt das Päckchen, das Ossip gebracht hat. Es enthält zwei Pässe, viel Geld und einen Zettel, auf den Geli Jermakow zwei Adressen in zwei verschiedenen Städten geschrieben hat. Dawud führt Schprinz ab, Ossip muß getragen werden.

Das ist alles. Wir von der Kriminalmiliz haben das Unsrige getan. Jetzt gilt es, das Spinngewebe restlos zu entwirren, das Geli Jermakow so schlau gewebt hat. Mit der Untersuchung seiner Verbrechen befassen sich unsere Kollegen der OBChSS. Das ist eine schwierige Aufgabe, ich bin da nicht spezialisiert. Und ich versuche mich auch nicht auf diesem Gebiet. Edik war nicht Spezialist auf unserem Gebiet. Warum nur ist er mit uns gefahren.