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48 Blätter, auf die eins zu eins das Layout gezeichnet wurde.

49 Die Datierung dieses Briefes bereitet Probleme. Eine befriedigende Einordnung ist kaum möglich. T. irrt sich offensichtlich im Datum.»Vorgestern «war Sonntag, also jener Tag, an dem bis in die Nacht gearbeitet wurde. Ein früheres Datum kommt ebenso wenig in Frage. Doch auch für Mittwoch und Donnerstag ergeben sich Unstimmigkeiten. Am ehesten scheint als Schreibzeit der Donnerstagmorgen wahrscheinlich zu sein, obwohl es befremdet, keinen Hinweis auf den Erscheinungstag der ersten Ausgabe zu finden.

50 Volkspolizei.

51 Wahrscheinlich ist der Dienstag der Vorwoche gemeint.

52»Leipziger Volkszeitung«.

53 Die Martin-Luther-Kirche befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Marktes, ca. 250 Meter entfernt.

54 Neubauviertel mit ca. fünfzehn- bzw. fünftausend Einwohnern.

55 Hintergrund ist die Fertigstellung der zweiten Ausgabe.

56 Den Großteil der Briefe, besonders jene an N. H., schrieb T. morgens zwischen fünf und neun Uhr.

57 In den beiden ersten Absätzen dieses Briefes verstecken sich zwei gegensätzliche Intentionen. Einerseits bezeichnet T. das Schreiben als Zeitvertreib, andererseits suggeriert er durch die Wendung, dass er noch etwas nachtragen» muß«, er sei verpflichtet, von seiner Arbeit zu berichten. Diese Ambivalenz, so unterschiedlich verbrämt sie auch immer erscheint, ist stets präsent.

58 Einen Monat zuvor, am 18. Januar, hatte T. über Rudolph Franck, den» Propheten«, noch geschrieben:»Seiner Initiative und Fürsprache verdanke ich die Arbeit bei der Zeitung.«

59 Premierenfeier der Zeitung am 15. 2., dem ersten Verkaufstag.

60 Nicoletta Hansen hatte als Fotografin eine Journalistin begleitet, die an einer Reportage über die zahlreichen Zeitungsneugründungen vor allem in Sachsen und Thüringen arbeitete. Der Bericht erschien schließlich ohne eine Erwähnung des» Altenburger Wochenblattes«. T. hatte die Autorin um die Adresse von N. H. gebeten.

61 Wahrscheinlich handelte es sich dabei um die zweisprachige Ausgabe von Amor und Psyche von Apuleius, Leipzig 1981, in der sich farbige Reproduktionen der neun Fresken von Moritz von Schwind aus dem Musikpavillon in Rüdigsdorf bei Kohren-Sahlis finden.

62 Diese Zuarbeiten blieben offenbar folgenlos.

63 Altenburg-Schmöllner Spezialität: Schweinefleisch (Kamm oder Schulter) wird in Majoran eingelegt und über Birkenholz am Spieß gebraten.

64Große Neeberger Figur von Wieland Förster.

65 An dieser Stelle bezeichnet sich T. zum ersten Mal, wenn auch indirekt, als Künstler/Schriftsteller.

66 Merkwürdigerweise hat T. die ungeeignetste Stelle für seine Bekenntnisse gewählt, redet er doch jenem Banausen das Wort, den er ein paar Stunden zuvor aus der Redaktion gewiesen hat.

67 In dieser Passage klingt das Grundmotiv seiner Briefe an N. H. zum ersten Mal an.

68 Wendete man dieses Denkmuster auf T. selbst an, so läge der Schluss nahe, dass er selbst eine starke» Droge «gefunden hat.

69 Trotz verschiedener Versuche, Genaueres über die Vorwürfe und ihren Hintergrund zu erfahren, bleibt diese Passage im Dunkeln.

70 Abraumhalden der» Wismut«.

71 Fräulein Julie von August Strindberg, deutsch von Peter Weiss.

72 Franz Flieder, Regisseur.

73 Intendantin.

74 Die erste Vorstellung der Wiederaufnahme fand am Sonntag, d. 4. März statt.

75 Sämtliche Zitate sind wortgenau, was möglicherweise auf eine unterstützende Lektüre T.s während des Schreibens schließen lässt.

76 Damals Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, SPD-Kanzlerkandidat im Jahr 1986, von 2000 bis 2004 Bundespräsident.

77 Auch» Reise nach Jerusalem «genannt.

78 Clemens von Barrista, Living money — Lebendes Geld, Heidelberg 1987.

79 1797 entstanden die meisten Balladen von Goethe und Schiller; auch das Erscheinungsjahr von Hölderlins Hyperion.

80 Bezeichnung für Barrista, die sich von der Marke des» breiten schwarzen Amischlittens«, einem» LeBaron«, herleitet.

81 Gestrichen:»ohne sich zuvor die Hände gewaschen zu haben«.

82 Wahrscheinlich meint T. Grappa.

83 Darf aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen nicht näher erläutert werden.

84 Gemeint ist der Korrekturraum der LVZ-Druckerei in Leipzig, in dem das» Altenburger Wochenblatt «mittwochs Korrektur gelesen wurde.

85 Vgl. die folgenden Briefe.

86 Die Frage, inwieweit sich dieses» Geraune «auf tatsächlich Erlebtes bezog, kann nur jeder Leser im Laufe der Lektüre selbst entscheiden. Ganz offensichtlich aber suchte T. hier nach einer Begründung für das Schreiben von Briefen. Die Motivation fiel schwach aus.

87 T. erwartete wahrscheinlich, N. H. hätte ihm noch vor ihrer Abreise aus Altenburg geschrieben. Der Unfall lag erst zwei Tage zurück.

88 T. benennt hier das zentrale Thema seiner Briefe an N. H.

89»Willi Schwabes Rumpelkammer«— DDR-Fernsehsendung. Am Anfang jeder Sendung stieg Willi Schwabe mit einer Laterne in der Hand zu einer Art Dachboden hinauf. Dabei wurde als Melodie» Tanz der Zuckerfee «aus Tschaikowskis Der Nussknacker gespielt.

90 Zu Beginn dieses zweiten Teils des Briefes war es noch Abend. Entweder hat T. zwischendurch geschlafen, oder er hat, was kaum anzunehmen ist, die ganze Nacht hindurch geschrieben.

91 Bezieht sich auf einen Anruf, der offenbar nicht zur verabredeten Zeit erfolgte. Die Briefe T.s an V. T. sind in Beirut nie angekommen. Deshalb sind nur jene erhalten, die T. mit Durchschlagpapier geschrieben hat, sowie zwei Fax-Briefe.

92 Vgl. Fußnote 2 auf Seite 100.

93 Die» Eiskristalle «der zersprungenen Frontscheibe.

94 Darin muss man wohl eher einen Wunsch oder eine Hoffnung sehen. Es bleibt unklar, was T. damit meinte. Veröffentlichungen von N. H. über das» Altenburger Wochenblatt «sind nicht bekannt.

95 T. hatte bereits an N. H. geschrieben, dass ihm die Halskrause abgenommen worden sei.

96 T. und N. H. kannten sich nur wenige Stunden, und diese waren voller Missverständnisse und Unfälle. Dass N. H. aus der Bundesrepublik stammt, muss viel zu ihrer Attraktivität für T. beigetragen haben. T. erzählte und rechtfertigte sich somit in Richtung Westen, eine für die damalige Zeit durchaus typische Haltung in Ostdeutschland.

97 Diese Formulierungen erinnern eher an einen Romananfang als an einen Brief. Für wen diese» böse Geschichte «gedacht ist, wem sie als» abschreckendes Beispiel «dienen soll, bleibt offen.

98 Abwaschbare Tischdecke.

99 T. erklärt nicht, wer sich hinter dem wir verbirgt.

100 Es war durchaus üblich, Autos Namen zu geben. Eine Erklärung dafür ist, dass man» sein Auto «zehn Jahre oder länger fuhr bzw. fahren musste.

101 Etwa tausend sehr wertvolle Bücher der Altenburger Ratsbibliothek waren unter dem Vorwand der Restaurierung abtransportiert und durch Schalck-Golodkowskis KoKo in den Westen verkauft worden.

102 In Schulen kam es relativ häufig zur Absetzung und Entlassung von Direktoren.

103 Vermutlich unterbrochen, weil Barrista erschien.

104 Michaela Fürst musste wegen eines Beinbruchs der Rusalka-Sängerin für einige Vorstellungen deren Double spielen.