105 K.I.T.T. heißt das sprechende Auto aus der Fernsehserie Knight Rider.
106 Es haben sich keine Arbeiten von Johann Ziehlke unter T.s Papieren gefunden.
107 Mehr zu dem Streit zwischen N. H. und Barrista erfährt man aus den nachfolgenden Briefen an N. H.
108 Das Bündnis 90 (Neues Forum, Demokratie jetzt, Initiative für Frieden und Menschenrechte) erhielt nur 2,9 Prozent der Stimmen. Damit war die Bürgerbewegung endgültig ins Abseits geraten. Die» Allianz für Deutschland «aus CDU, DSU und Demokratischem Aufbruch erhielt 48 %, davon für die CDU 40,6 %; SPD 21,8 %; PDS 16,3 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 93 Prozent.
109 Für Selbstständige wie Piatkowski hätte sich an Stelle der CDU eher die LDPD (Liberaldemokratische Partei Deutschlands) als» Zuflucht «angeboten.
110 Nicoletta hatte Zeitungsberichte über C. von Barrista an T. geschickt und einzelne Passagen markiert.
111 Natürlich wäre an dieser Stelle lesen statt hören richtig.
112 Gerhard Ströch, geb. 1926 in Rödichen-Schnepfenthal, lebte in Altenburg und nannte sich seit 1956 Altenbourg; starb am 29. 12. 1989 bei einem Autounfall in der Nähe von Meißen.
113 Teerverarbeitungswerk Rositz.
114 Bei der Schlacht von Jena und Auerstedt 1806 besiegten die napoleonischen Truppen die Heere Preußens und Sachsens. Die Franzosen waren in Jena in der Überzahl, in Auerstedt hingegen — worauf Barrista offenbar anspielte — etwa nur halb so stark wie der Gegner.
115 Nach Auskunft von V. T. war es Frau Nádori, von der die Geschwister die Bezeichnung Mamus für Mutter/Mama gehört und übernommen hatten.
116 Dieser Handel war üblich, weil DDR-Bürger nur sehr begrenzt Mark in Forint umtauschen durften.
117 Da die Familie sonst immer in den Frühjahrsferien fuhr, lag der letzte Budapestbesuch noch vor T.s» Erweckung«.
118 Vor Ibrahim Böhme, dem Vorsitzenden der Ost-SPD, war bereits der Rechtsanwalt Wolfgang Schnur, Mitbegründer des später in der CDU aufgehenden» Demokratischen Aufbruchs«, als Spitzel der Staatssicherheit namhaft gemacht worden.
119 T. insinuiert hier vielleicht leichtfertig einen Verdacht.
120 Heute ist die Provokation, die T.s Wahlkommentar im März 1990 dargestellt haben soll, nicht mehr nachvollziehbar. T. schloss seine wenig originelle Betrachtung mit der Behauptung:»Wichtiger als das Wahlergebnis ist sicherlich die Möglichkeit der Wahl überhaupt.«
121 Bei diesem» Bildband «handelt es sich um: Robert Oertel, Frühe italienische Malerei in Altenburg, Berlin 1961.»Die zwei Jahrhunderte, deren Ablauf wir in der Altenburger Sammlung überblicken, waren entscheidend nicht nur für das Schicksal der italienischen Kunst, sondern für das des europäischen Geistes überhaupt. «S. 50.
122 Eintausendzweihundert DM entsprachen zu jener Zeit ca. drei- bis viertausend Ostmark. Um diesen Betrag durch den Verkauf von Zeitungen zu erzielen, hätten dementsprechend mindestens vier-, wahrscheinlich aber fünftausend Zeitungen mehr verkauft werden müssen.
123 Gemeint sind die Dresdner Kreuzchorvespern.
124 Diese Aussage ist irreführend. Denn eine Manuskriptseite T.s enthielt kaum die Hälfte der Anschläge einer Standardseite.
125 Erweiterte Oberschule (neunte bis zwölfte Klasse), an der auch die Knaben/jungen Männer des Kreuzchores (Kruzianer) lernten.
126 Hintergrund von Erzählungen und Romanen Hermann Hesses, der 1892, bereits nach sieben Monaten, aus Maulbronn geflohen war.
127 Unrichtig zitiert: Gott zur Ehre, den Stiftern zum Gedenken, der Jugend zu Nutz und Frommen.
128 Wohnort von Hermann Hesse im Tessin/Schweiz, von 1919 bis zu seinem Tod 1962.
129 Spitzname für Johann Ziehlke. Die Bedeutung ist nicht ganz klar. Offenbar gebraucht im Sinne von» der letzte Aufrechte«. Der historische Geronimo (1829–1909), Häuptling der Chiricahua-Apachen, kapitulierte erst 1886, also sehr spät.
130 Türmer, geb. am 29. 11. 1961, war in jenem Herbst (1977) bereits 15 Jahre alt.
131 Als Herausgeber ließe sich mir der Vorwurf machen, nolens volens zum Vollstrecker von T.s Anmaßung zu werden. Einer solchen Auffassung trete ich entschieden entgegen und verweise darauf, dass es sich hier um eine kritische Abrechnung mit T.s Leben handelt, die anderen als abschreckendes Beispiel dienen soll.
132 Gestrichen: vergeuden.
133 Da ich selbst diese Sportstunden miterlebt habe, kann ich versichern, dass T.s Schilderungen nicht zutreffend sind.
134 Im Original wie im Durchschlag endet der» Brief «ohne Grußformel und Namenszug. T. hatte offenbar N. H. über seiner Erzählung ganz vergessen.
135 Am 5. Mai 1990, also knapp fünf Wochen später.
136 T. mischte etwas unglücklich zwei Redewendungen:»unsere Schiffe verbrennen «und» die Brücken hinter uns abbrechen«.
137 Einiges an dieser Darstellung erweckt Misstrauen: Wie konnten z. B. vier Päckchen aus einer Collegemappe befördert werden?
138 Offenbar zahlte Barrista eins zu eins.
139 T. meinte ein Baseballcap der New York Yankees, deren Logo aus einem N und einem Y besteht.
140 Jörg und Georg besaßen jeweils eine Hälfte der Gesellschaft bürgerlichen Rechts.
141 Es ist unverständlich, warum sie vor Robert so geheimnisvoll tun.
142 CDs waren zu jener Zeit im Osten kaum verbreitet.
143 Im Brief vom 15. 3. 1990 war von zwei Kindern Barristas die Rede.
144 T. hatte keine schlechte Stimme, konnte jedoch nie selbstständig eine Melodie halten. An ihm scheiterte jeder Kanon. Er brauchte immer jemanden, der ihm ins Ohr sang.
145 Darf aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen nicht erscheinen.
146 T. war sich allem Anschein nach der Problematik einer Nationenbzw. Staatsphysiognomie nicht bewusst.
147 Das ist offenkundig nie geschehen.
148 Neustadt und Loschwitz, Stadtteile von Dresden, in denen vergleichsweise viele Künstler wohnten.
149 T. verpasste unentwegt Möglichkeiten zu handeln. Gerade wenn man unterstellt, dass er in diesen Briefen eine selbstkritische Abrechnung vornimmt, verwundert es, dass er sein eigenes Zaudern nie beurteilt.
150 Was das eine mit dem anderen zu tun haben soll, bleibt T.s Geheimnis.
151 Eine etwas zu beiläufige Erwähnung eines doch recht ungewöhnlichen Angebotes.
152 Angesichts T.s immenser Briefproduktion mag diese Äußerung verwundern. Doch sowohl Johann als auch V. T. waren zu sehr Teil seiner Erinnerung, weshalb sie als Adressaten für die Schilderung des» Irrweges «offenbar nicht in Frage kamen. Vgl. Fußnote S. 140.
153»Amputiert «fühlte sich T. bereits, als er gegenüber Johann Ziehlke den Verlust des Autos beschreibt. Vgl. Brief vom 13. 3. 1990.
154 Für Johann Ziehlke gab es nach Abschluss des kirchlichen Proseminars nur die Möglichkeit, Theologie an einer kirchlichen Hochschule zu studieren, da er für die Zulassung an einer Universität das staatliche Abitur benötigt hätte.
155 Diese Offenheit gegenüber N. H. überrascht.
156 Das Haus wurde wegen Baufälligkeit vor drei Jahren abgerissen.
157 Gemeint war eine verwilderte Brache, die 1988/89 durch den Abriss von Häusern entstanden war.
158 Der vorangegangene Brief wurde am Sonntagmorgen geschrieben. Die Diskrepanz zwischen der dort erwähnten» seltsamen Freude «und dem hier geschilderten» Alptraum «wird nicht erklärt.