213 Kommunalwahlen vom 6. Mai 1990.
214 T. weiß wohl mehr, als er hier eingesteht, vgl. seinen Artikel in: Altenburger Wochenblatt, Nr. 13; die umfangreichste und fundierteste Studie zur Geschichte des Altenburger Handreliquiars hat Hans Dörpfeldt geliefert, leider etwas abgelegen publiziert in: Heidelberger Studien zur katholischen Dogmatik, Heft 66, S. 55 ff.; vgl. auch P. Schnabeclass="underline" Die Heimkehr des Patrons, in: Altenburger Pfade in die Vergangenheit, Heft 1, S. 7 ff.; als Einführung geeignet, besonders für jüngere Leser: Arbeiten und Beten mit Bonifatius, hrsg. von Horst Banske, Altenburg 2004 (12. Auflage).
215 T. dachte wohl an: Horaz, Werke in einem Band, hrsg. und übersetzt von Manfred Simon, Berlin, Weimar 1972.
216 Süßer rumänischer Weißwein.
217 T. scheint noch im Mai 1990 dieser Meinung gewesen zu sein.
218 Eher unwahrscheinlich, dass Roland, der laut V. T. relativ gut über die DDR informiert war, eine solche Frage gestellt hat. Vielleicht opferte T. auch hier die Wahrheit der Pointe.
219 Wann war er denn schon mal» an so einem Punkt«?
220 Griechische Schulgrammatik.
221 Spätestens an dieser Stelle wird offenbar, wie sehr T. auch kompositorische Fragen beim Verfassen der Briefe beschäftigten.
222 Es sei daran erinnert, dass T. diese Zeilen, wie überhaupt den Großteil seiner Briefe, mit Durchschlagpapier schrieb.
223 Unterstellt man eine homoerotische Beziehung zwischen Johann und T., so erscheint die sonst etwas rätselhafte Situation in einem relativ klaren Licht. Darauf deutet auch der an dieser Stelle im Original unlesbar gemachte Satz:»Wie schon zuvor bei Vera, so blieb mir auch bei Johann keine andere Deutung übrig, als daß er mir nun meine Liebe zu Nadja heimgezahlt hatte.«
224 Am 6. 12. 1989 besetzten, wie in vielen anderen Städten, Vertreter der Bürgerrechtsbewegung das Gebäude der lokalen Staatssicherheit.
225 T. fühlte sich offenbar» abgerechnet«. Es soll auch später eines von T.s Ritualen gewesen sein, dass er nach einem Geschäftsessen die Quittung demonstrativ zerknüllte und in den Aschenbecher warf — Hinweis Johann Ziehlke.
226 T. fürchtete wohl, Frau Schorba sei zu schwer für den baupolizeilich gesperrten Raum.
227 Dieser Brief zählt zu den unleserlichsten, was vor allem an den vielen Streichungen und Einfügungen liegt, vor allem im letzten Drittel.
228 Von hier an insinuierte T. offenbar bewusst einen Verdacht, als dürfe in seinen Briefen keinesfalls der Komplex Staatssicherheit und Verrat fehlen. Weder davor noch danach deutet irgendetwas in seiner Darstellung auf einen solchen Zusammenhang hin. Liest man die folgenden Äußerungen von V. T. unvoreingenommen, so wird man T.s Verunsicherung nicht nachvollziehen können.
229 Die nächsten drei Zeilen sind im Original wie im Durchschlag geschwärzt.
230 Streichung: und sei es nur für diese eine Nacht.
231 Streichung: und alle Probleme.
232 T. irrte sich im Datum. Sonntag war der 13. 5.
233 V. T. lebte in den drei Monaten ihres Aufenthalts in West-Beirut. Am 18. April 1990 war in Ost-Beirut ein Schulbus in ein Feuergefecht rivalisierender Christenmilizen geraten. 15 Kinder kamen dabei ums Leben.
234 Sächsisch für Kopf, Schädel.
235 T. meint Dutzend. Die richtige Benennung hätte ihm, wie man bald sehen wird, eine Schrecksekunde erspart.
236 Es bestand die Abmachung mit Barrista, alles zu riskieren, nicht nur den zwischenzeitlichen Gewinn. Daran gemessen hat T. versagt.
237 Gegenüber Johann hatte T. sich gerade noch gebrüstet, den Gewinn Vera überlassen zu haben.
238 Die Universität war verpflichtet, für jeden Absolventen eine Arbeitsstelle zu beschaffen.
239 Wolfgang Hilbig, geb. 1944 in Meuselwitz, konnte in der DDR nur einen schmalen Band mit Gedichten und Kurzprosa veröffentlichen (Stimme, Stimme, Reclam, Leipzig 1985), seine Bücher erscheinen seit 1979 bei S. Fischer in Frankfurt a. M.
240 Die Sammlung besteht aus 180 frühitalienischen Tafelbildern.
241 Dieser Verdacht lag allerdings nahe. T. war mit dem Museum kaum vertraut und sah in den Ausstellungseröffnungen vor allem eine Gelegenheit, um geschäftliche Beziehungen zu pflegen, wie Johann Ziehlke und V. T. übereinstimmend bemerkten. Zudem unterbricht diese Museumspassage unmotiviert die Schilderungen seiner Theatererlebnisse.
242 T. gab hier genau jene Passage aus der Einführung zum Bestandskatalog wieder, die bereits C. v. Barrista erwähnt hatte, vgl. Brief vom 28. 3. 1990. Die im Anschluss benannten Tafeln finden sich als Abbildungen in derselben Reihenfolge im Bestandskatalog.
243 T. entging offenbar, dass er sich selbst in der auf die Spitze getriebenen Position des Beobachters, des Voyeurs beschrieb.
244 Auch hier fabuliert T. Denn wäre es tatsächlich so dunkel gewesen, wie er es beschreibt, hätte ihn wohl kaum eine Fliege» umschwirren «können.
245 Man kann sich nicht des Eindrucks erwehren, dass T. in den Tagen der Trennung von Michaela einer gewissen Nostalgie frönte.
246 Es wäre interessant zu erfahren, wie sich T. eine Liebe vorgestellt hat.
247 Wahrscheinlich vergaß T. hier erneut die Schlussformel, die er bereits in den vorangegangenen Briefen eher mechanisch angehängt hatte.
248 Vgl. im Anhang» Mai-Nelken«.
249 T. meint September 1988. Wegen Bauarbeiten, die im Herbst 87 überraschend begonnen hatten, war das Theater für eine knappe Spielzeit geschlossen. Erst im September 88 begann der Spielbetrieb wieder.
250 Legendäre Inszenierungen von Alexander Lang am Deutschen Theater und von Heiner Müller in der Volksbühne.
251 Abonnementprogramm.
252 Im Zweiten Weltkrieg waren nur die Industrieanlagen an der Peripherie Altenburgs bombardiert worden, deshalb hatte die Stadt überproportional viele Flüchtlinge aufgenommen.
253 Diese Formulierung, die T. bereits gebrauchte (vgl. Brief vom 5. 5. 1990), findet sich nur leicht variiert bereits auf der folgenden Seite wieder. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass T. diese Worte Michaela in den Mund gelegt hat.
254 Das hätte sich T. bei einer Flüchtlingsfamilie wie den Paulinis auch denken können.
255 Das Urteil T.s über den Charakter seiner Novelle kann ich — zumindest anhand der hier abgedruckten Fassung (»Titus Holm. Eine Novelle aus Dresden«) — nicht bestätigen.
256 Bei den letzten Kommunalwahlen der DDR am 7. Mai 1989 wurde erstmals Wahlbetrug nachgewiesen, weil die Auszählung vielfach von Bürgerrechtsgruppen kontrolliert worden war. Das offizielle Endergebnis wies 98,77 Prozent der Stimmen für die» Kandidaten der Nationalen Front «aus.
257 Im Januar 1988.
258 Die Begründung für seine Behauptungen bleibt T. schuldig. Warum sollte kühles Beobachten der» größte Kitsch «sein?
259 Vgl. dazu im Anhang» Stimmabgabe«.
260 Am 4. Juni 1989.
261 Schullektüre. Roman über einen Komsomolzen, der zur Zeit des Bürgerkrieges in der Sowjetunion zum Helden wird.