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262 In der DDR galten bereits Frauen Anfang dreißig als Spätgebärende.

263»Schwarz und Blond «werden später eingeführt. Hier sei nur so viel verraten, dass es sich um» die beiden Männer in dem weißen Lada «handelte, die T. bei dem Unfall am 7. 3. gesehen zu haben glaubte (vgl. Brief vom 9. 3. 1990). Der Sinn von T.s Frage muss auch Johann Ziehlke unverständlich gewesen sein. Er erschließt sich erst aus den nachfolgenden Briefen an N. H.

264 Im Brief vom 10. 4. 1990 schrieb T., dass Jörg ihn gebeten habe,»an dem Artikel über Piatkowski festzuhalten«. Es war also ursprünglich T.s Aufgabe gewesen, diesen Artikel zu schreiben.

265 Eine der populärsten Parolen auf der Leipziger Montagsdemonstration.

266 Die Anzeige einer südafrikanischen Papierfabrik, die um Fachkräfte warb, erschien auf der ersten Seite.

267 Johann Ziehlke berichtet, dass T. häufig Leopold Bloom, die Hauptfigur des Ulysses von James Joyce, als» Schutzpatron für das Anzeigengeschäft «bezeichnet hat. T.s Meinung nach bestünde der» Fehler «Marions dann darin, nicht sofort an die nicht» unglückliche Gestalt «Leopold Bloom gedacht zu haben. So vage diese Interpretation ist, so schwer fällt eine andere Deutung.

268 Manuela,»die blonde Kellnerin«, ist inzwischen Akquisiteurin.

269 Eine sehr übertriebene Wiedergabe des nicht erhaltenen Briefes, wie V. T. anmerkt.

270 Am 11. September öffnete Ungarn seine Grenze zu Österreich. Innerhalb eines Tages flohen etwa zehntausend DDR-Bürger in den Westen.

271 Stück von Christoph Hein.

272 Malerin, Mitbegründerin des Neuen Forums, eine der bekanntesten Bürgerrechtlerinnen.

273 Albert Ebert (1906–1976), kleinmeisterlicher Maler und Grafiker.

274 Die Einkäufe hätten sie auch im Auto verstauen können.

275 Antrag auf Ausreise aus der DDR.

276 Auf dem Weg von Halle nach Altenburg sind sie durch Leipzig gefahren.

277 40. Jahrestag der Gründung der DDR.

278 Noch Ende September hatte Egon Krenz, der Vorsitzende des Nationalen Verteidigungsrates der DDR und Kronprinz Erich Honeckers, China besucht und den chinesischen Genossen zur» Wiederherstellung von Ordnung und Sicherheit unter Einsatz bewaffneter Kräfte «gratuliert.

279 Stadtteil von Leipzig.

280 Nach Aussagen anderer Demonstranten hieß es:»Schließt euch an!«

281 Möglicherweise gibt es für diesen Slogan eine Herleitung von den Demonstrationen der Achtundsechziger:»Bürger, lasst das Glotzen sein, kommt herunter, reiht euch ein!«(Hinweis von N. H.)

282 Gemeint ist die Druckstelle der Mütze.

283 Der Name scheint an dieser Stelle eine Erfindung T.s zu sein. Er verwendet ihn sowohl in seinem Brief über die Armeezeit (S. 290 ff.) als auch in seiner Erzählung» Jahrhundertsommer«. Wohl kein Zufall.

284 T. verschweigt hier, wissentlich oder nicht, dass sich die Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei an diesem Tag noch zuspitzten und gewalttätig endeten. Genaueres über die weiteren Ereignisse vgl. Rabet oder Das Verschwinden einer Himmelsrichtung von Martin Jankowski, S. 155 ff., wo u. a. beschrieben wird, warum und unter welchen Umständen später auf ebenjener Demonstration erstmals» Wir sind das Volk «gerufen wurde.

285 Am 3. 10. 1989.

286 Sonnabend — der 7. Oktober.

287 Möglicherweise meint T. das Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi (1710–1736).

288 Heute Olbrichtplatz.

289 Heute Albertplatz.

290 Heute Stauffenbergallee.

291 Johann Ziehlke, Dresdner Demonstranten, Radebeul 1990, S. 9–23; vgl. dazu auch: Eckhard Bahr, Sieben Tage im Oktober, Leipzig 1990, S. 80–88.

292 Heute Straßburger Platz.

293 Ein etwas merkwürdiges Bekenntnis in einem Brief an die spätere Verlobte.

294 Am 22. Mai 1990 hatte sich die Demokratische Volksrepublik Jemen (Südjemen) mit der Arabischen Republik Jemen (Nordjemen) vereinigt.

295 Die patriarchalische Attitüde soll auch bei späteren Unternehmungen typisch für T. gewesen sein.

296 Heute Augustusbrücke.

297 Es ist bemerkenswert, dass T. noch im Mai 1990 Michaelas mutiges Auftreten als» Wahn «bezeichnet.

298 Auch hier wüsste man gern: Warum?

299 Der Eingang des Gewandhauses ist völlig ebenerdig, es gibt dort keine Stufen.

300 Aufruf der» Sechs von Leipzig«(die Sekretäre der SED-Bezirksleitung Kurt Meyer, Jochen Pommert, Roland Wötzel, der Dirigent Kurt Masur, der Theologe Peter Zimmermann und der Kabarettist Bernd-Lutz Lange):»Wir alle brauchen freien Meinungsaustausch über die Weiterführung des Sozialismus in unserem Land. «Der von Masur verlesene Aufruf endete:»Wir bitten Sie dringend um Besonnenheit, damit der friedliche Dialog möglich wird.«

301 T. hörte diesen Spruch eine Woche nach seiner Entstehung.

302 Leicht als Übertreibung erkennbare Beschreibung.

303 Jörg Schröder widerspricht dieser wie auch den folgenden Darstellungen sehr entschieden. Weder sei abfällig über die Artikel T.s gesprochen worden, noch sei, wie später wiederholt von T. behauptet, der Anteil einfach zurückgefordert worden. Man habe T. nur daran erinnert, dass ihm sein Anteil an der Zeitung geschenkt worden sei. Für den Fall, dass er zukünftig nicht mehr mit ihnen zusammenarbeiten wollte, sollte er das bedenken.

304 Dieser Gedanke, der später noch mehr Raum gewinnen wird, steht bereits im Gegensatz zu T.s Beteuerung gegenüber Johann, es gehe ihm allein um die Erhaltung des» Wochenblattes«.

305 Richtig muss es heißen: Wer kein Gesetz achtet, ist ebenso mächtig, als wer kein Gesetz hat.

306 T. versucht wohl, Jonas mit dieser Geste als» Lenindenkmal «zu denunzieren.

307 Es fällt schwer, in T.s Handeln eine Logik zu entdecken. Im selben Brief behauptete er zuvor, nun begründen zu können,»warum ich nicht mitmachen wollte«.

308 Gestrichen:»Von der Begrüßung«, sagte er.

309 Es war nur ein Rednerpult, keine Kanzel.

310 Gewöhnlich telefonierten die Geschwister miteinander.

311 In dieser Zeit waren T. und V. T. in Monte Carlo.

312 T. verschwieg in den Briefen an Johann und N. H., dass er aus der Wohnung von Michaela und Robert ausgezogen war und bei Cornelia und Massimo ein Zimmer zur Untermiete genommen hatte, so lange, bis die Sanierung des Hauses, das C. v. Barrista erworben hatte, abgeschlossen sein würde.

313 Die Charakterisierung Nikolais unterscheidet sich deutlich von jener, die T. gegenüber N. H. gab.

314 Dieser Satz markiert T.s Bruch mit dem» Wochenblatt «und den eigentlichen Beginn seiner fragwürdigen unternehmerischen Karriere. T.s Darstellung, ihm sei keine andere Wahl geblieben, konnte nicht unwidersprochen bleiben. Jörg Schröder:»Ich hatte zuletzt dem Drängen Enricos nachgegeben und war, gegen den Willen meiner Frau, bereit gewesen, mit ihm gemeinsam ein Anzeigenblatt zu gründen. Doch auf Enricos Bedingung, dass er die alleinige Entscheidungsgewalt über das neue Blatt haben sollte, konnte und durfte ich nicht eingehen.«

315 Nach dieser Äußerung fragt man sich, ob die» Haushaltswarenleute «tatsächlich beabsichtigt hatten, das Haus zu kaufen, wie von C. v. Barrista behauptet.

316 Fußballweltmeisterschaft in Italien (8. 6. bis 8. 7. 1990), Deutschland traf zum Auftakt am 10. Juni auf Jugoslawien und gewann 4:1.