Выбрать главу

317 T. verschwieg, dass Michaela allein nach Leipzig gefahren war.

318 Das Verhältnis T.s zu den Aktivitäten der Bürgerbewegung bleibt unberechenbar und rätselhaft.

319 FDJ-Hemd. Egon Krenz war lange Zeit 1. Sekretär des Zentralrats der FDJ gewesen.

320 Von Ostberlin konnte man nach Westberlin telefonieren.

321 Es ist eher unwahrscheinlich, dass T. diesen langen Brief an einem einzigen Morgen geschrieben hat.

322 Der Brief legt einen Besuch von Johann Ziehlke in Altenburg nahe. Wie es zu der Situation kam, auf die sich T. bezieht, konnte nicht ermittelt werden.

323 Wahrscheinlich fand Michaela einige der Durchschläge von T.s Briefen.

324 Dieses Projekt konnte erst im Jahre 2001 — unter großer internationaler Beachtung — verwirklicht werden. Vgl. dazu: Claritas. Das Hauptaltarbild im Dom zu Siena nach 1260. Die Rekonstruktion, Lindenau-Museum Altenburg 2001.

325 Neu eingestellte Mitarbeiterinnen von T.

326 Gestrichen: und voller Befehlsgewalt.

327 Gemeint sind Jahresverträge über wöchentliche, vierzehntägige oder monatliche Anzeigenschaltung.

328 Das Vorangegangene vermittelt den Eindruck, als handle es sich um T.s eigene Worte, doch er referiert nur die Ansprache des Barons.

329 Der Sinn dieses Satzes bleibt unverständlich.

330 Vgl. Brief vom 27. 2. 1990. Der» Revolutionsredner «kommt auch in dem Brief an Johann Ziehlke vom 18. 1. vor, als» Schreihals «während der Vollversammlung des Neuen Forums.

331 T.s Kenntnisse sind darauf zurückzuführen, dass er von seinem elften bis vierzehnten Lebensjahr Pistolenschütze (Olympisch Schnellfeuer) im» Bezirkstrainingszentrum Dresden «gewesen war. Vgl. Brief vom 10. 3. 1990 an N. H.

332 Nach Auskunft von Polizeibeamten war es keinesfalls möglich, alle Patronen in eine Streichholzschachtel zu» stopfen«.

333 Georgi Dimitroff (1882–1949), Führer der bulgarischen KP, seit 1946 Ministerpräsident der VR Bulgarien, verteidigte sich 1933 im Reichstagsbrandprozess selbst und musste freigelassen werden.

334 Das Niveau dieser Geschichte wirft ein bezeichnendes Licht auf T.s literarische Ambitionen.

335 In Bayern betrug das Begrüßungsgeld in der Regel 140 DM statt der sonst üblichen 100 DM.

336 Diese Szene bleibt unverständlich, wenn man sich nicht an den Abschied bei der Ausreise von V. T. erinnert. In dem Brief vom 10. 5. 1990 an N. H. hatte T. insinuiert, es gäbe eine Verbindung zwischen V. T. und der Staatssicherheit. Er glaubte, seine Mutter spiele darauf an.

337 T.s Verdächtigungen erwiesen sich als vollkommen gegenstandslos.

338 Vgl. auch im Anhang den Prosaversuch» Stimmabgabe«.

339 Diese Passage wirkt etwas konstruiert und wenig glaubhaft. Wahrscheinlich eine» Räuberpistole«.

340 Hauptturm des Moskauer Kremls, auch» Erlöserturm «genannt.

341 Das Foucaultsche Pendel, München, Wien, 1989.

342 In den Kaufhallen der DDR gab es in aller Regel keine Einkaufswagen, sondern nur Körbe.

343 Eine ähnliche Formulierung findet sich im Brief vom 6. Februar an V. T.:»Das Bewußtsein, für zwei Stunden frei zu sein, so frei, wie ich es noch nie in meinem Leben gewesen bin, beraubte mich meines Willens.«

344 Hier irrt T. Jim und Huck Finn halten Ausschau nach Cairo/Illinois, der Stadt am Zusammenfluss von Mississippi und Ohio.

345 Reinhard Raffalt, Eine Reise nach Neapel e parlare italiano, München 1957. T. scheint die italienische Sprache, die er später gut beherrscht haben soll, in jenen Wochen anhand dieses alten, wenn auch immer wieder neu aufgelegten Sprachführers gelernt zu haben.

346 Das korrekte Wort an dieser Stelle wäre: puckern.

347 Gestrichen: Es gab nur noch Anstrengung und Qual. Jede Selbstverständlichkeit war erloschen, ganz zu schweigen von Freude oder Lust; für jede Kleinigkeit brauchte es einen Entschluß, und sei es nur für das Öffnen des Fensters oder den Weg aufs Klo.

348 Zur Erinnerung: Der Brief vom 14. Mai an Johann Ziehlke endet mit dem Satz:»Ich habe ihr [Vera] meinen Gewinn geschenkt, und das verschaffte mir zum Schluß dann doch noch Erleichterung.«

349 In Nobitz bei Altenburg befand sich ein großer Militärflughafen der Sowjetarmee.

350 T. hätte das leicht nachprüfen können, da er ja die Durchschläge der Briefe besaß.

351 V. T. verließ zwei Jahre später Altenburg nahezu mittellos.

352 Auch wenn es fast überflüssig erscheint, darauf hinzuweisen: Diese wie die folgenden Zeilen entsprangen der entzündeten Phantasie T.s. Seine literarischen Wunschvorstellungen entbehren jeglicher Grundlage.

353 Später ging es T. nur noch ums Geld.

354 Nur im Durchschlag erhalten hat sich ein Briefanfang unter demselben Datum:

Liebe Nicoletta!

Beim Schreiben gelingt es mir, ein fast greifbares Gefühl Ihrer Anwesenheit zu erzeugen, ein kleiner Zaubertrick, den Sie mir nicht verwehren können. Wiederhole ich mich? Obwohl ich kein Anfänger auf dem Gebiet der Briefe bin, habe ich bisher nicht gewußt, wieviel Realität Briefe besitzen. Das beginne ich erst jetzt zu verstehen. Es gibt allerdings auch Augenblicke, in denen ich die Ferne, Ihr Schweigen, die Ungewißheit — in denen ich meine Liebe nicht mehr ertrage.

355 Diese Episode ist unschwer als ein Produkt von T.s Fabulierlust anzusehen.

356 Es sei nochmals daran erinnert, dass T. seine Briefe selbst mehrfach Beichte und Bekenntnis nennt.

357 Die letzte Information über die Pistole war, dass T. sie in der Requisite versteckt hatte.

358 Warum T. ausgerechnet diesen Weg nahm, da er freies Feld in jeder anderen Richtung eher erreicht hätte, bleibt rätselhaft.

359 Wahrscheinlich die» Paditzer Schanzen«.

360 Unter den Orten, an denen nach dem Volksglauben das Übernatürliche am mächtigsten wirkt und die daher zu allerhand schützendem oder aber bösem Zauber geeignet sind, stehen die Kreuzwege in besonderem Ansehen. Die Annahme eines an Kreuzwegen wirksamen Zaubers ist durch das unheimliche Gefühl der Ratlosigkeit zu erklären, das den nächtlichen Wanderer an einem Kreuzweg befällt;»von sich selbst verlassen, glaubt er, der Macht der Schicksalsmächte oder der Geister anheimzufallen«. Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Berlin, New York 1987.

361 Man fühlt sich an einige Zeichnungen und Grafiken von Gerhard Altenbourg erinnert.

362 Ob sich T. tatsächlich von dieser Waffe getrennt hat, bleibt fraglich. Nach Aussage von V. T. hielt T. in seiner Wohnung eine Pistole versteckt.

363 Da T. selbst für diesen Zustand mitverantwortlich ist, kann man in seiner Rede wie in deren schriftlicher Wiedergabe ein erschreckendes Maß an Verdrängung beobachten.

364 Da man mitunter zehn Jahre oder länger auf ein neues Auto warten musste, wurden die Anmeldungen oft für mehrere tausend Mark verkauft.

365 Am 8. Juli 1990 wurde die Bundesrepublik durch ein 1:0 gegen Argentinien in Rom Fußballweltmeister.

366 Entgegen T.s Behauptungen findet sich hier ein Beweis dafür, dass T. immer noch mit dem Schreiben liebäugelte.

367 Diese Behauptung ist unrichtig. N. H. hielt sich an diesem Tag nachweislich nicht in Altenburg auf.

368 Daran hatte sogar N. H. Zweifel, wie sie mir gegenüber in einem Gespräch bekannte.