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Die Production producirt den Menschen nicht nur als eine Waare, die Menschenwaare, den Menschen in der Bestimmung der Waare, sie producirt ihn, dieser Bestimmung entsprechend, als ein eben so geistig wie körperlich entmenschtes Wesen, – Immoralität, Mißgeburt, Hebetismus der Arbeiter und d[er] Capitalisten. Ihr Product ist die selbstbewußte und selbstthätige Waare, …die Menschenwaare. …Grosser Fortschritt von Ricardo, Mill etc gegen Smith und Say das Dasein d[es] Menschen – die größre oder kleinre Menschenproduktivität der Waare als gleichgültig und sogar schädlich zu erklären. Nicht, wie viel Arbeiter ein Capital unterhalte, sondern wie viel Zinsen es bringe, die Summe der jährlichen Ersparungen sei der wahre Zweck der Production. Es war ebenfalls ein grosser und consequenter Fortschritt der neuren ||XLl| englischen Nationalökonomie, daß sie, – welche die Arbeit zum einzigen Princip der Nationalökonomie erhebt – zugleich mit völliger Klarheit das umgekehrte Verhältniß zwischen dem Arbeitslohn und den Zinsen des Capitals auseinandersezte und daß der Capitalist in der Regel nur durch die Herabdrückung des Arbeitslohns, wie umgekehrt, gewinnen könne. Nicht die Uebervortheilung d[er] Consumenten, sondern die wechselseitige Uebervortheilung von Capitalist und Arbeiter sei das normale Verhältniß. —

Das Verhältniß des Privateigenthums enthält in sich latent das Verhältniß des Privateigenthums als Arbeit, wie das Verhältniß desselben als Capital und die Beziehung dieser beiden Ausdrücke aufeinander. Die Production der menschlichen Thätigkeit als Arbeit, also als einer sich ganz fremden, d[em] Menschen und der Natur, daher dem Bewußtsein und der Lebensäusserung auch fremden Thätigkeit, die abstrakte Existenz d[es] Menschen als eines blosen Arbeitsmenschen, der daher täglich aus seinem erfüllten Nichts in das absolute Nichts, sein gesellschaftliches und darum sein wirkliches Nichtdasein hinabstürzen kann – wie andrerseits die Production des Gegenstandes der menschlichen Thätigkeit als Capital, worin alle natürliche und gesellschaftliche Bestimmtheit des Gegenstands ausgelöscht ist, das Privateigenthum seine natürliche und gesellschaftliche Qualität (also alle politischen und geselligen Illusionen verloren hat und mit keinen scheinbar menschlichen Verhältnissen vermischt ist) verloren hat – worin auch dasselbe Capital in d[em] verschiedenartigsten natürlichen und gesellschaftlichen Dasein dasselbe bleibt, vollkommen gleichgültig gegen seinen wirklichen Inhalt ist – dieser Gegensatz auf die Spitze getrieben ist nothwendig die Spitze, die Höhe und der Untergang des ganzen Verhältnisses. Es ist daher wieder eine grosse That der neuern englischen Nationalökonomie, die Grundrente als den Unterschied der Zinsen des schlechtesten der Cultur angehörigen Landes und der des besten Culturlandes angegeben, die romantischen Einbildungen des Grundeigenthümers – seine angeblich sociale Wichtigkeit und die Identität seines Interesses mit dem Interesse der Gesellschaft, || die noch nach den Physiokraten Adam Smith behauptet – nachg[ewiesen] und die Bewegung der Wirklichkeit anticipirt und vorbereitet zu [haben,] die den Grundeigenthümer in einen ganz gewöhnlichen, prosaischen Capitalisten verwandeln, dadurch den Gegensatz vereinfachen, zuspitzen und damit seine Auflösung beschleunigen wird. Die Erde als Erde, die Grundrente als Grundrente haben damit ihren Standesunterschied verloren und sind zum nichtssagenden oder vielmehr nur Geldsaugenden Capital und Interesse geworden. —

Der Unterschied von Capital und Erde, von Gewinn und Grundrente, wie beider vom Arbeitslohn, von der Industrie und der Agricultur, von dem unbeweglichen und beweglichen Privateigenthum ist ein noch historischer, nicht im Wesen der Sache begründeter Unterschied, ein fixirtes Bildungs und Entstehungsmoment des Gegensatzes von Capital und Arbeit. In der Industrie etc im Gegensatz zum unbeweglichen Grundeigenthum ist nur die Entstehungsweise und der Gegensatz, in dem sich die Industrie zur Agrikultur ausgebildet hat, ausgedrückt. Als eine besondre Art der Arbeit, als ein wesentlicher, gewichtiger, das Leben umfassender Unterschied besteht dieser Unterschied nur, so lange die Industrie (das Stadtleben) gegenüber dem Landbesitz (dem adligen Leben \ Feudalleben) sich bildet und noch den feudalen Charakter ihres Gegensatzes an sich selbst in der Form des Monopols, Zunft, Gilde, Corporation etc trägt, innerhalb welcher Bestimmungen die Arbeit noch eine scheinbar gesellschaftliche Bedeutung, noch die Bedeutung des wirklichen Gemeinwesens hat, noch nicht zur Gleichgültigkeit gegen ihren Inhalt und zum völligen Sein für sich selbst, d.h. zur Abstraktion von allem andern Sein, und darum auch noch nicht zum freigelaßnen Capital fortgegangen ist. ||XLII| Aber die nothwendige Entwicklung der Arbeit ist die freigelaßne als solche für sich constituirte Industrie und das freigelaßne Capital. Die Macht der Industrie über ihren Gegensatz zeigt sich sogleich in der Entstehung der Agricultur als einer wirklichen Industrie, während sie früher die Hauptarbeit dem Boden überließ und dem Sklaven dieses Bodens, durch welchen dieser sich selbst baute. Mit der Verwandlung des Sklaven in einen freien Arbeiter, d.h. in einen Söldling, ist der Grundherr an sich in einen Industrieherrn, einen Capitalisten verwandelt, eine Verwandlung, die zunächst durch das Mittelglied des Pächters geschieht. Aber der Pächter ist der Repräsentant, das offenbarte Geheimniß des Grundeigenthümers; nur durch ihn ist sein nationalökonomisches Dasein, sein Dasein als Privateigentümer – denn die Grundrente seiner Erde ist nur durch die Concurrenz der Pächter – also ist der Grundherr wesentlich schon im Pächter ein gemeiner Capitalist geworden. Und dieß muß sich auch in der Wirklichkeit vollziehn, der Agricultur treibende Capitalist – der Pächter – muß Grundherr werden oder umgekehrt. Der Industrieschacher des Pächters ist der des Grundeigenthümers, denn das Sein d[es] ersten sezt das Sein d[es] zweiten. —