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Die Physiokratie läugnet den besondren äusserlichen nur gegenständlichen Reichthum, indem sie die Arbeit für sein Wesen erklärt. Aber zunächst ist die Arbeit für sie nur das subjektive Wesen des Grundeigenthums (sie geht von der Art des Eigenthums aus, welche historisch als die herrschende und anerkannte erscheint); sie läßt nur das Grundeigenthum zum entäusserten Menschen werden. Sie hebt seinen Feudalcharakter auf, indem sie die Industrie (Agrikultur) für sein Wesen erklärt; aber sie verhält sich läugnend zur Welt der Industrie, sie erkennt das Feudalwesen an, indem sie die Agricultur für die einzige Industrie erklärt.

Es versteht sich, daß sobald nun das subjektive Wesen der im Gegensatz zum Grundeigenthum, d.h. als Industrie sich constituirenden Industrie –, gefaßt wird, dieses Wesen jenen seinen Gegensatz in sich einschließt. Denn wie die Industrie das aufgehobne Grundeigenthum, so umfaßt ihr subjektives Wesen zugleich sein subjektives Wesen.

Wie das Grundeigenthum die erste Form des Privateigenthums ist, wie die Industrie ihr blos als eine besondre Art des Eigenthums zunächst historisch entgegentritt – oder vielmehr der freigelaßne Sklave des Grundeigenthums ist – so wiederholt sich bei der wissenschaftlichen Erfassung des subjektiven Wesens des Privateigenthums, der Arbeit dieser Proceß und die Arbeit erscheint zunächst nur als Landbauarbeit, macht sich dann aber als Arbeit überhaupt geltend. /|III| Aller Reichthum ist zum industriellen Reichthum, zum Reichthum der Arbeit geworden und die Industrie ist die vollendete Arbeit, wie das Fabrikwesen das ausgebildete Wesen der Industrie, d.h. der Arbeit ist und das industrielle Capital die vollendete objektive Gestalt des Privateigenthums ist. — Wir sehn wie auch nun erst das Privateigenthum seine Herrschaft über den Menschen vollenden und in allgemeinster Form zur weltgeschichtlichen Macht werden kann. —

[Ergänzungen zu Heft II, Seite XXXIX]

[Privateigentum und Kommunismus]

× ad. p. XXXIX. Aber der Gegensatz von Eigenthumslosigkeit und Eigenthum ist ein noch indifferenter, nicht in seiner thätigen Beziehung, seinem innern Verhältniß, noch nicht als Widerspruch gefaßter Gegensatz, solange er nicht als der Gegensatz der Arbeit und des Capitals begriffen wird. Auch ohne die fortgeschrittne Bewegung des Privateigenthums, im alten Rom, in der Türkei etc kann dieser Gegensatz in der ersten Gestalt sich aussprechen. So erscheint er noch nicht als durch das Privateigenthum selbst gesezt. Aber die Arbeit, das subjektive Wesen des Privateigenthums, als Ausschliessung des Eigenthums und das Capital, die objektive Arbeit als Ausschliessung der Arbeit ist das Privateigenthum als sein entwickeltes Verhältniß des Widerspruchs, darum ein energisches, zur Auflösung treibendes Verhältniß.

×× ad ibidem Die Aufhebung der Selbstentfremdung macht denselben Weg, wie die Selbstentfremdung. Erst wird das Privateigenthum nur in seiner objektiven Seite, – aber doch die Arbeit als sein Wesen – betrachtet. Seine Daseinsform ist daher das Capital, das «als solches» aufzuheben ist. (Proudhon.) Oder die besondre Weise der Arbeit – als nivellirte, parcellirte und darum unfreie Arbeit wird als die Quelle der Schädlichkeit des Privateigenthums und seines Menschenentfremdeten Daseins gefaßt – Fourier, der d[en] Physiokraten entsprechend auch wieder die Landbauarbeit wenigstens als die ausgezeichnete faßt, während St. Simon im Gegensatz die Industriearbeit als solche für das Wesen erklärt und nun auch die alleinige Herrschaft der Industriellen und die Verbesserung der Lage der Arbeiter begehrt. Der Communismus endlich ist der positive Ausdruck des aufgehobnen Privateigenthums, zunächst das allgemeine Privateigenthum. Indem er dieß Verhältniß in seiner Allgemeinheit faßt, ist er 1) in seiner ersten Gestalt nur eine Verallgemeinerung und Vollendung desselben; als solche zeigt er sich in doppelter Gestalt: einmal ist die Herrschaft des sachlichen Eigenthums so groß ihm gegenüber, daß er alles vernichten will, was nicht fähig ist, als Privateigenthum von allen besessen [zu] werden; er will auf gewaltsame Weise v[on] Talent, etc abstrahiren, der physische, unmittelbare Besitz gilt ihm als einziger Zweck des Lebens und Daseins; die Bestimmung des Arbeiters wird nicht aufgehoben, sondern auf alle Menschen ausgedehnt; || das Verhältniß des Privateigenthums bleibt das Verhältniß der Gemeinschaft zur Sachenwelt; endlich spricht sich diese Bewegung, dem Privateigenthum das allgemeine Privateigenthum entgegenzustellen, in der thierischen Form aus, daß der Ehe (welche allerdings eine Form des exclusiven Privateigenthums ist) die Weibergemeinschaft, wo also das Weib zu einem gemeinschaftlichen und gemeinen Eigenthum wird, entgegengestellt wird. Man darf sagen, daß dieser Gedanke der Weibergemeinschaft das ausgesprochne Geheimniß dieses noch ganz rohen und gedankenlosen Communismus ist. Wie das Weib aus der Ehe in die allgemeine Prostitution, so tritt die ganze Welt des Reichthums, d.h. des gegenständlichen Wesens d[es] Menschen, aus dem Verhältniß der exclusiven Ehe mit dem Privateigenthümer in das Verhältniß der universellen Prostitution mit der Gemeinschaft. Dieser Communismus – indem er die Persönlichkeit d[es] Menschen überall negirt – ist eben nur der consequente Ausdruck des Privateigenthums, welches diese Negation ist. Der allgemeine und als Macht sich constituirende Neid ist die versteckte Form, in welcher die Habsucht sich herstellt und nur auf eine andre Weise sich befriedigt. Der Gedanke jedes Privateigenthums als eines solchen ist wenigstens gegen das reichere Privateigenthum als Neid und Nivellirungssucht gekehrt, so daß diese sogar das Wesen der Concurrenz ausmachen. Der rohe Communist ist nur die Vollendung dieses Neides und dieser Nivellirung von dem vorgestellten Minimum aus. Er hat ein bestimmtes begrenztes Maaß. Wie wenig diese Aufhebung des Privateigenthums eine wirkliche Aneignung ist, beweist eben die abstrakte Negation der ganzen Welt der Bildung und der Civilisation; die Rückkehr zur unnatürlichen ||IV| Einfachheit des armen und bedürfnißlosen Menschen, der nicht über das Privateigenthum hinaus, sondern noch nicht einmal bei demselben angelangt ist.