Выбрать главу

Das materielle, unmittelbar sinnliche Privateigenthum, ist der materielle sinnliche Ausdruck des entfremdeten menschlichen Lebens. Seine Bewegung – die Production und Consumtion – ist die sinnliche Offenbarung von der Bewegung aller bisherigen Production, d.h. Verwirklichung oder Wirklichkeit d[es] Menschen. Religion, Familie, Staat, Recht, Moral, Wissenschaft, Kunst etc sind nur besondre Weisen der Production und fallen unter ihr allgemeines Gesetz. Die positive Aufhebung des Privateigenthums als die Aneignung des menschlichen Lebens, ist daher die positive Aufhebung aller Entfremdung, also die Rückkehr des Menschen aus Religion, Familie, Staat etc in sein menschliches d.h. gesellschaftliches Dasein. Die religiöse Entfremdung als solche geht nur in dem Gebiet des Bewußtseins, des menschlichen Innern vor, aber die ökonomische Entfremdung ist die des wirklichen Lebens, – ihre Aufhebung umfaßt daher beide Seiten. Es versteht sich, daß die Bewegung bei den verschiednen Völkern ihren ersten Beginn danach nimmt, ob das wahre anerkannte Leben des Volkes mehr im Bewußtsein oder in der äussern Welt vorsichgeht, mehr das ideelle oder reelle Leben ist. Der Communismus beginnt sogleich (Owen) mit dem Atheismus, der Atheismus ist zunächst noch weit entfernt Communismus zu sein, wie jener Atheismus mehr noch eine Abstraktion ist. — Die Philanthropie das Atheismus ist daher zuerst nur eine || philosophische abstrakte Philanthropie, die des Communismus sogleich reell und unmittelbar zur Wirkung gespannt. —

Wir haben gesehn, wie unter Voraussetzung des positiv aufgehobnen Privateigenthums, der Mensch d[en] Menschen producirt, sich selbst und den andern Menschen; wie der Gegenstand, welcher die unmittelbare Bethätigung seiner Individualität zugleich sein eignes Dasein für den andern Menschen dessen Dasein und dessen Dasein für ihn ist. Ebenso sind aber sowohl das Material der Arbeit, als der Mensch als Subjekt, wie Resultat so Ausgangspunkt der Bewegung (und daß sie dieser Ausgangspunkt sein müssen, eben darin liegt die geschichtliche Nothwendigkeit des Privateigenthums). Also ist der gesellschaftliche Charakter der allgemeine Charakter der ganzen Bewegung; wie die Gesellschaft selbst den Menschen als Menschen producirt, so ist sie durch ihn producirt. Die Thätigkeit und der Genuß, wie ihrem Inhalt, sind auch der Existenzweise nach gesellschaftliche Thätigkeit und gesellschaftlicher Genuß. Das menschliche Wesen der Natur ist erst da für den gesellschaftlichen Menschen; denn erst hier ist sie für ihn da als Band mit dem Menschen, als Dasein seiner für d[en] andern und des andern für ihn, erst hier ist sie da als Grundlage seines eignen menschlichen Daseins, wie als Lebenselement der menschlichen Wirklichkeit. Erst hier ist ihm sein natürliches Dasein sein menschliches Dasein und die Natur für ihn

— — —

Die Prostitution nur ein besondrer Ausdruck der allgemeinen Prostitution des Arbeiters und da die Prostitution ein Verhältniß ist, worin nicht nur d[ie] Prostituirte, sondern auch der Prostituirende fällt – dessen Niedertracht noch grösser ist – so fällt auch der Capitalist, etc in diese Categorie. |

zum Menschen geworden. Also die Gesellschaft ist die vollendete Wesenseinheit des Menschen mit der Natur, die wahre Resurrektion der Natur, der durchgeführte Naturalismus d[es] Menschen und der durchgeführte Humanismus der Natur. /

|VI| Die gesellschaftliche Thätigkeit und der gesellschaftliche Genuß existiren keineswegs allein in der Form einer unmittelbar gemeinschaftlichen Thätigkeit und unmittelbar gemeinschaftlichen Genusses, obgleich die gemeinschaftliche Thätigkeit und der gemeinschaftliche Genuß, d.h. die Thätigkeit und der Genuß, die unmittelbar in wirklicher Gesellschaft mit andern Menschen sich äussert und bestätigt, überall da stattfinden werden, wo jener unmittelbare Ausdruck der Gesellschaftlichkeit im Wesen ihres Inhalts begründet und seiner Natur angemessen ist.

Allein auch wenn ich wissenschaftlich etc thätig bin, eine Thätigkeit, die ich selten in unmittelbarer Gemeinschaft mit andern ausführen kann, so bin ich gesellschaftlich, weil als Mensch thätig. Nicht nur das Material meiner Thätigkeit ist mir – wie selbst die Sprache, in der der Denker thätig ist – als gesellschaftliches Product gegeben, mein eignes Dasein ist gesellschaftliche Thätigkeit; darum das was ich aus mir mache, ich aus mir für die Gesellschaft mache und mit dem Bewußtsein meiner als eines gesellschaftlichen Wesens.

Mein allgemeines Bewußtsein ist nur die theoretische Gestalt dessen, wovon das reelle Gemeinwesen, gesellschaftliche Wesen, die lebendige Gestalt ist, während heut zu Tag das allgemeine Bewußtsein eine Abstraktion vom wirklichen Leben ist und als solche ihm feindlich gegenübertritt. Daher ist auch die Thätigkeit meines allgemeinen Bewußtseins – als eine solche – mein theoretisches Dasein als gesellschaftliches Wesen.

Es ist vor allem zu vermeiden die «Gesellschaft» wieder als Abstraktion dem Individuum gegenüber zu fixiren. Das Individuum ist das gesellschaftliche Wesen. Seine Lebensäusserung – erscheine sie auch nicht in der unmittelbaren Form einer gemeinschaftlichen, mit andern zugleich vollbrachten Lebensäusserung – ist daher eine Aüsserung und Bestätigung des gesellschaftlichen Lebens. Das individuelle und das Gattungsleben des Menschen sind nicht verschieden, so sehr auch – und dieß nothwendig – die Daseinsweise des individuellen Lebens eine mehr besondre oder mehr allgemeine Weise des Gattungslebens ist, oder je mehr das Gattungsleben ein mehr besondres oder allgemeines individuelles Leben ist.

Als Gattungsbewußtsein bestätigt der Mensch sein reelles Gesellschaftsleben und wiederholt nur sein wirkliches Dasein im Denken, wie umgekehrt das Gattungssein sich im Gattungsbewußtsein bestätigt und in seiner Allgemeinheit, als denkendes Wesen für sich ist. |

| Der Mensch – so sehr er daher ein besondres Individuum ist und grade seine Besonderheit macht ihn zu einem Individuum und zum wirklichen individuellen Gemeinwesen – ebenso sehr ist er die Totalität, die ideale Totalität, das subjektive Dasein d[er] Gedachten und empfundnen Gesellschaft für sich, wie er auch in der Wirklichkeit, sowohl als Anschauung und wirklicher Genuß des gesellschaftlichen Daseins, wie als eine Totalität menschlicher Lebensäusserung da ist.

Denken und Sein sind also zwar unterschieden, aber zugleich in Einheit miteinander.