Выбрать главу

II.) Selbstbewußtsein. Die Wahrheit der Gewißheit seiner selbst. a) Selbstständigkeit und Unselbständigkeit des Selbstbewußtseins, Herrschaft und Knechtschaft. b) Freiheit des Selbstbewußtseins. Stoicismus, Skepticismus, das unglückliche Bewußtsein.

III.) Vernunft. Gewißheit und Wahrheit der Vernunft. a) beobachtende Vernunft; Beobachtung der Natur und des Selbstbewußtseins. b) Verwirklichung des vernünftigen Selbstbewußtseins durch sich selbst. Die Lust und die Nothwendigkeit. Das Gesetz des Herzens und der Wahnsinn des Eigendünkels. Die Tugend und der Weltlauf. c) die Individualität, welche sich an und für sich reell ist. Das geistige Thierreich und der Betrug oder die Sache selbst. Die gesetzgebende Vernunft. Die gesetzprüfende Vernunft.

B) Der Geist.

I.) Der wahre Geist; die Sittlichkeit. II.) Der sich entfremdete Geist, die Bildung. III.) Der seiner selbst gewisse Geist, die Moralität.

C) Die Religion. natürliche, Kunstreligion, offenbare Religion.

D) Das absolute Wissen. —

Wie die Encyclopädie Hegels mit der Logik beginnt, mit dem reinen spekulativen Gedanken und mit dem absoluten Wissen, dem selbstbewußten, sich selbst erfassenden philosophischen oder absoluten, d.i. übermenschlichen abstrakten Geist, aufhört, so ist die ganze Encyklopädie nichts als das ausgebreitete Wesen des philosophischen Geistes, || seine Selbstvergegenständlichung; wie der philosophische Geist nichts ist als der innerhalb seiner Selbstentfremdung denkend, d.h. abstrakt sich erfassende entfremdete Geist der Welt. – Die Logik – das Geld des Geistes, der spekulative, der Gedankenwerth des Menschen und der Natur – ihr gegen alle wirkliche Bestimmtheit vollständig gleichgültig gewordnes und darum unwirkliches Wesen – das entäusserte, daher von der Natur und d[em] wirklichen Menschen abstrahirende Denken; das abstrakte Denken. – Die Aüsserlichkeit dieses abstrakten Denkens… die Natur, wie sie für dieß abstrakte Denken ist. Sie ist ihm äusserlich, sein Selbstverlust; und es faßt sie auch äusserlich, als abstrakten Gedanken, aber als entäussertes abstraktes Denken. – Endlich der Geist, dieß in seine eigne Geburtsstätte heimkehrende Denken, welches sich als anthropologischer, phänomenologischer, psychologischer, sittlicher, künstlicher, religiöser Geist immer noch nicht für sich selbst gilt, bis es sich endlich als absolutes Wissen und darum absoluter i.e. abstrakter Geist vorfindet und selbstbejaht, sein bewußtes und ihm entsprechendes Dasein erhält. Denn sein wirkliches Dasein ist die Abstraktion. … —

Ein doppelter Fehler bei Hegel.

1. tritt in der Phänomenologie, als der Geburtsstätte der hegelschen Philosophie, am klarsten hervor. Wenn er z.B. Reichthum, Staatsmacht etc als dem menschlichen Wesen entfremdete Wesen gefaßt, so geschieht dieß nur in ihrer Gedankenform. …Sie sind Gedankenwesen – daher blos eine Entfremdung des reinen, d.i. abstrakten Philosophischen Denkens. Die ganze Bewegung endet daher mit dem absoluten Wissen. Wovon diese Gegenstände entfremdet sind und wem sie mit der Anmassung der Wirklichkeit entgegentreten, das ist eben das abstrakte Denken. Der Philosoph legt sich – also selbst eine abstrakte Gestalt d[es] entfremdeten Menschen – als den Maaßstab der entfremdeten Welt an. Die ganze Entäusserungsgeschichte und die ganze Zurücknahme der Entäusserung ist daher nichts als die Productionsgeschichte des abstrakten, des absoluten |/XVII/ (Siehe p. XIII.) Denkens, des logischen, spekulativen Denkens. Die Entfremdung, welche daher das eigentliche Interesse dieser Entäusserung und Aufhebung dieser Entäusserung bildet, ist der Gegensatz von an sich und für sich, von Bewußtsein und Selbstbewußtsein, von Objekt und Subjekt, d.h. der Gegensatz des abstrakten Denkens und der sinnlichen Wirklichkeit oder der wirklichen Sinnlichkeit innerhalb des Gedankens selbst. Alle andern Gegensätze und Bewegungen dieser Gegensätze sind nur der Schein, die Hülle, die exoterische Gestalt dieser einzig interessanten Gegensätze, welche den Sinn der andern profanen Gegensätze bilden. Nicht daß das menschliche Wesen sich unmenschlich, im Gegensatz zu sich selbst sich vergegenständlicht, sondern, daß es im Unterschied vom und im Gegensatz zum abstrakten Denken sich vergegenständlicht, gilt als das gesezte und als das aufzuhebende Wesen der Entfremdung. |

|XVIII| Die Aneignung der zu Gegenständen und zu fremden Gegenständen gewordenen Wesenskräfte d[es] Menschen ist also erstens nur eine Aneignung, die im Bewußtsein, im reinen Denken, i.e. in der Abstraktion vor sich geht, die Aneignung dieser Gegenstände als Gedanken und Gedankenbewegungen, weßhalb schon in der Phänomenologie – trotz ihres durchaus negativen und kritischen Aussehns und trotz der wirklich in ihr enthaltnen, oft weit der spätern Entwicklung vorgreifenden Kritik – schon der unkritische Positivismus und der ebenso unkritische Idealismus der spätem hegelschen Werke – diese philosophische Auflösung und Wiederherstellung der vorhandnen Empirie – latent liegt, als Keim, als Potenz, als ein Geheimniß vorhanden ist. Zweitens. Die Vindicirung der gegenständliehen Welt für d[en] Menschen – z.B. die Erkenntniß, daß das sinnliche Bewußtsein kein abstrakt sinnliches Bewußtsein, sondern ein menschlich sinnliches Bewußtsein, daß die Religion, der Reichthum etc nur die entfremdete Wirklichkeit der menschlichen Vergegenständlichung, der zum Werk herausgebornen menschlichen Wesenskräfte und darum nur der Weg zur wahren menschlichen Wirklichkeit sind –, diese Aneignung oder die Einsicht in diesen Proceß erscheint daher bei Hegel so, daß Sinnlichkeit, Religion, Staatsmacht etc geistige Wesen sind – denn nur der Geist ist das wahre Wesen d[es] Menschen und die wahre Form des Geistes ist der denkende Geist, der logische, spekulative Geist. Die Menschlichkeit der Natur und d[er] von der Geschichte erzeugten Natur, d[er] Producte d[es] Menschen, erscheint darin, daß sie Producte des abstrakten Geistes sind und insofern also geistige Momente, Gedankenwesen. Die Phänomenologie ist daher die verborgne, sich selbst noch unklare und mysticirende Kritik; aber insofern sie die Entfremdung d[es] Menschen – wenn auch der Mensch nur in der Gestalt des Geistes erscheint – festhält liegen in ihr alle Elemente der Kritik verborgen und oft schon in einer weit den hegel’schen Standpunkt überragenden Weise vorbereitet und ausgearbeitet. Das «unglückliche Bewußtsein», das «ehrliche Bewußtsein», der Kampf des «edelmüthigen und niederträch||tigen Bewußtseins» etc etc diese einzelnen Abschnitte enthalten die kritischen Elemente – aber noch in einer entfremdeten Form – ganzer Sphären, wie der Religion, des Staats, des bürgerlichen Lebens etc. Wie also das Wesen, der Gegenstand als Gedankenwesen, so ist das Subjekt immer Bewußtsein oder Selbstbewußtsein, oder vielmehr der Gegenstand erscheint nur als abstraktes Bewußtsein, der Mensch nur als Selbstbewußtsein, die unterschiedenen Gestalten der Entfremdung, die auftreten sind daher nur verschiedne Gestalten des Bewußtseins und Selbstbewußtseins. Wie an sich das abstrakte Bewußtsein – als welches der Gegenstand gefaßt wird – blos ein Unterscheidungsmoment des Selbstbewußtseins ist, – so tritt auch als Resultat der Bewegung die Identität des Selbstbewußtseins mit dem Bewußtsein, das absolute Wissen, die nicht mehr nach aussen hin, sondern nur noch in sich selbst vorgehende Bewegung des abstrakten Denkens als Resultat auf, d.h. die Dialektik des reinen Gedankens ist das Resultat. (Siehe Fortsetzung. p.XXII.) /