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[Zusätze]

/XVIII/ Wir haben schon gesehn wie der Nationalökonom Einheit von Arbeit und Capital auf vielfache Art sezt; 1) Das Capital ist aufgehäufte Arbeit; 2) Die Bestimmung des Capitals innerhalb der Production, theils die Reproduction des Capitals mit Gewinn, theils das Capital als Rohstoff (Material der Arbeit) theils als selbst arbeitendes Instrument – die Maschine ist das unmittelbar mit der Arbeit identisch gesezte Capital – ist produktive Arbeit; 3) Der Arbeiter ist ein Capital; 4) Der Arbeitslohn gehört zu den Kosten des Capitals; 5) in Bezug auf den Arbeiter ist die Arbeit die Reproduction seines Lebenskapitals; 6) in Bezug auf den Capitalisten ein Moment der Thätigkeit seines Capitals.

Endlich 7) unterstellt der Nationalökonom die ursprüngliche Einheit beider als die Einheit von Capitalist und Arbeiter, dieß ist der paradisische Urzustand. Wie diese beiden Momente ||XIX| als 2 Personen sich entgegen springen, ist für d[en] Nationalök[onomen] ein zufälliges und darum nur äusserlich zu erklärendes Ereigniß. (Sieh Mill.) —

Die Nationen, welche noch von dem sinnlichen Glanz der edlen Metalle geblendet und darum noch Fetischdiener des Metallgeldes sind – sind noch nicht die vollendeten Geldnationen. Gegensatz von Frankreich und England. —

Wie sehr die Lösung der theoretischen Räthsel eine Aufgabe der Praxis und praktisch vermittelt ist, wie die wahre Praxis die Bedingung einer wirklichen und positiven Theorie ist, zeigt sich z.B. am Fetischismus. Das sinnliche Bewußtsein des Fetischdieners ist ein andres, wie das d[es] Griechen, weil sein sinnliches Dasein noch ein andres ist. Die abstrakte Feindschaft zwischen Sinn und Geist ist nothwendig, so lang der menschliche Sinn für die Natur, der menschliche Sinn der Natur, also auch der natürliche Sinn d[es] Menschen noch nicht durch die eigne Arbeit d[es] Menschen producirt ist. —

Die Gleichheit ist nichts andres als das deutsche Ich = Ich, in französische, d.h. politische Form übersezt. Die Gleichheit als Grund des Communismus ist seine politische Begründung und ist dasselbe, als wenn der Deutsche ihn sich dadurch begründet, daß er d[en] Menschen als allgemeines Selbstbewußtsein faßt. Es versteht sich, daß die Aufhebung der Entfremdung immer von der Form der Entfremdung aus geschieht, welche die herrschende Macht ist, in Deutschland das Selbstbewußtsein, in Frankreich die Gleichheit, weil die Politik, in England das wirkliche materielle sich nur an sich selbst messende praktische Bedürfniß. Von diesem Punkt aus ist Proudhon zu kritisiren und anzuerkennen. —

Wenn wir den Communismus selbst noch – weil als Negation der Negation, als die Aneignung des menschlichen Wesens, die sich mit sich durch Negation d[es] Privateigenth[ums vermi]ttelt, daher noch nicht als die wahre, von sich selbst, sondern vielmehr vom Privateigenthum aus beginnende Position – bezeichnen, […] in altdeutscher Weise – nach Weise der hegel’schen Phänomenologie – so aufzu[…] als ein überwundnes Moment nun abgemacht sei und man […] könne, und sich dabei beruhigen könne, ihn in seinem Bewußtsein aufge[…] des menschlichen Wesens nur durch d. wirkliche […] Aufhebung seines Gedankens nach wie vor […] da also mit ihm die wirkliche || Entfremdung des menschlichen Lebens bleibt und eine um so grössere Entfremdung bleibt, je mehr man ein Bewußtsein über sie als eine solche hat – vollbracht werden kann, so ist sie also nur durch den ins Werk gesezten Communismus zu vollbringen. Um d[en] Gedanken des Privateigenthums aufzuheben, dazu reicht der gedachte Communismus vollständig aus. Um das wirkliche Privateigenthum aufzuheben, dazu gehört eine wirkliche communistische Aktion. Die Geschichte wird sie bringen und jene Bewegung, die wir in Gedanken schon als eine sich selbst aufhebende wissen, wird in der Wirklichkeit einen sehr rauhen und weitläufigen Proceß durchmachen. Als einen wirklichen Fortschritt müssen wir es aber betrachten, daß wir von vornherein sowohl von der Beschränkthei[t] als dem Ziel der geschichtlichen Bewegung, und ein sie überbietendes Bewußtsein erworben haben. —

Wenn die communistischen Handwerker sich vereinen, so gilt ihnen zunächst die Lehre, Propaganda etc als Zweck. Aber zugleich eignen sie sich dadurch ein neues Bedürfniß, das Bedürfniß der Gesellschaft an und was als Mittel erscheint, ist zum Zweck geworden. Diese prakti[sche] Bewegung kann man in ihren glänzendsten Resultaten anschaun, wenn man socialistische französische ouvriers vereinigt sieht. Rauchen, Trinken, Essen etc sind nicht mehr da als Mittel der Verbindung und als verbindende Mittel. Die Gesellschaft, der Verein, die Unterhaltung, die wieder die Gesellschaft zum Zweck hat, reicht ihnen hin, die Brüderlichkeit d[er] Menschen ist keine Phrase, sondern Wahrheit bei ihnen und der Adel der Menschheit leuchtet un[s] aus den von der Arbeit verhärteten Gestalten entgegen. —|

|XX| – Wenn die Nationalökonomie behauptet, daß Nachfrage und Zufuhr sich immer decken, so vergißt sie sogleich, daß nach ihrer eignen Behauptung die Zufuhr von Menschen (Bevölkerungstheorie) immer die Nachfrage übersteigt, daß also bei dem wesentlichen Resultat der ganzen Production – der Existenz d[es] Menschen – das Mißverhältniß zwischen Nachfrage und Zufuhr seinen entschiedensten Ausdruck erhält. —

Wie sehr das Geld das als Mittel erscheint, die wahre Macht und der einzige Zweck ist – wie sehr überhaupt das Mittel, das mich zum Wesen macht, das mir das fremde gegenständliche Wesen aneignet, Selbstzweck ist, …das kann man daraus ersehn, wie Grundeigenthum, da wo der Boden die Lebensquelle, Pferd und Schwerdt, da wo sie das wahre Lebensmittel sind – auch als die wahren politischen Lebensmächte anerkannt sind. Im Mittelalter ist ein Stand emancipirt, sobald er das Schwerdt tragen darf. Bei nomadischen Bevölkerungen ist das Roß das, was mich zum Freien, zum Theilnehmer am Gemeinwesen macht. —

Wir haben oben gesagt, daß der Mensch zu der Höhlenwohnung etc aber zu ihr unter einer entfremdeten, feindseeligen Gestalt zurückkehrt. Der Wilde in seiner Höhle – diesem unbefangen sich zum Genuß und Schutz darbietenden Naturelement – fühlt sich nicht fremder, oder fühlt sich vielmehr so heimisch, als der Fisch im Wasser. Aber die Kellerwohnung des Armen ist eine feindliche als «fremde Macht an sich haltende Wohnung, die sich ihm nur hingiebt, sofern er seinen Blutschweiß ihr hingiebt», die er nicht als seine Heimath, – wo er endlich sagen könnte, hier bin ich zu Hause – betrachten darf, wo er sich vielmehr in dem Haus eines andern, in einem fremden Hause befindet, der täglich auf der Lauer steht und ihn hinauswirft, wenn er nicht die Miethe zahlt. Ebenso weiß er der Qualität nach seine Wohnung im Gegensatz zur jenseitigen, im Himmel des Reichthums, residirenden menschlichen Wohnung.