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Die Entfremdung erscheint sowohl darin, daß mein Lebensmittel eines andern ist, daß dieß, was mein Wunsch der unzugängliche Besitz eines andern ist, als daß jede Sache selbst ein andres als sie selbst, als daß meine Thätigkeit ein andres, als endlich, – und dieß gilt auch für den Capitalisten – daß überhaupt die unmenschliche Macht her[rscht.] |

| Die Bestimmung des sich nur zum Genuß preißgebenden, unthätigen und verschwendenden Reichthums – worin der Geniessende zwar einerseits sich als ein nur vergängliches, wesenlos sich austobendes Individuum bethätigt und ebenso die fremde Sklavenarbeit, den menschlichen Blutschweiß als die Beute seiner Begierde, und darum d[en] Menschen selbst, also auch sich selbst als ein aufgeopfertes nichtiges Wesen weiß, wobei die Menschenverachtung als Uebermuth, als ein Wegwerfen dessen, was hundert menschliche Leben fristen kann, theils als die infame Illusion erscheint, daß seine zügellose Verschwendung und haltlose, improduktive Consumtion die Arbeit und damit die Subsistenz des andern bedingt, der die Verwirklichung der menschlichen Wesenskräfte nur als Verwirklichung seines Unwesens, seiner Laune und willkührlich bizarren Einfälle weiß, dieser Reichthum, der aber andrerseits den Reichthum als ein bloses Mittel und nur der Vernichtung werthes Ding weiß, der also zugleich sein Sklave und sein Herr, zugleich großmüthig und niederträchtig, launenhaft, dünkelhaft, eingebildet, fein, gebildet, geistreich ist, – dieser Reichthum hat noch nicht den Reichthum als eine gänzlich fremde Macht über sich selbst erfahren; er sieht in ihm vielmehr nur seine eigne Macht, und [nicht] d[er] Reichthum, sondern d[er] Genuß […]r lezter Endzweck. Dieser R[eichthum] […]m […] ||XXI| und der glänzenden, durch den sinnlichen Schein geblendeten Illusion, über das Wesen des Reichthums, tritt der arbeitende, nüchterne, prosaische \ ökonomische – über das Wesen des Reichthums aufgeklärte Industrielle gegenüber – und wie er jener Genußsucht einen größren Umkreis verschafft, ihm schöne Schmeicheleien in seinen Productionen sagt, – seine Producte sind eben so viel niedrige Complimente an die Gelüste des Verschwenders – so weiß er die jenem verschwindende Macht auf die einzig nützliche Weise sich selbst anzueignen. Wenn sonach der industrielle Reichthum zunächst als Resultat des verschwenderischen, phantastischen Reichthums erscheint, – so verdrängt die Bewegung des erstern auch auf thätige Weise, durch ihm eigne Bewegung den leztern. Das Fallen des Geldzinses ist nämlich eine nothwendige Consequenz und Resultat der industriellen Bewegung. Die Mittel des verschwenderischen Rentiers vermindern sich also täglich, grade im umgekehrten Verhältniß zur Vermehrung der Mittel und Fallstricke des Genusses. Er muß also entweder sein Capital selbst verzehren, also zu Grunde gehn oder selbst zum industriellen Capitalisten werden. …Andrerseits steigt zwar die Grundrente unmittelbar beständig durch den Lauf der industriellen Bewegung, aber – wir haben es schon gesehn – es kömmt nothwendig ein Zeitpunkt, wo das Grundeigenthum in die Categorie des mit Gewinn sich reproducirenden Capitals, wie jedes andre Eigenthum fallen muß – und zwar ist dieß das Resultat derselben industriellen Bewegung. Also muß auch der verschwenderische Grundherr entweder sein Capital verzehren, also zu Grunde gehn – oder selbst der Pächter seines eignen Grundstücks – ackerbauender Industrieller werden. —

Die Verminderung des Geldzinses – welche Proudhon als die Aufhebung des Capitals und als Tendenz nach d[ie] Socialisirung des Capitals betrachtet – ist daher vielmehr unmittelbar nur ein Symptom von dem vollständigen Sieg des arbeitenden Capitals über den verschwenderischen Reichthum, d.h. die Verwandlung alles Privateigenthums in industrielles Capital – der vollständige Sieg des Privateigenthums über alle dem Schein nach noch menschlichen Qualitäten desselben und die völlige Unterjochung des Privateigenthümers unter das Wesen des Privateigenthums, – die Arbeit. |

| Allerdings genießt auch der industrielle Capitalist. Er kehrt keineswegs zur unnatürlichen Einfachheit des Bedürfnisses zurück, aber sein Genuß ist nur Nebensache, Erholung, untergeordnet der Production, dabei berechneter, also selbst ökonomischer Genuß, denn er schlägt seinen Genuß zu den Kosten des Capitals, und sein Genuß darf ihm daher nur so viel kosten, daß das an ihm Verschwendete durch die Reproduction des Capitals mit Gewinn wieder ersezt wird. Der Genuß ist also unter das Capital, das geniessende Individuum unter das Capitalisirende subsumirt, während früher das Gegentheil stattfand. Die Abnehmung der Zinsen ist daher nur insofern ein Symptom der Aufhebung des Capitals, als sie ein Symptom seiner sich vollendeten Herrschaft, der sich vollendenden und daher ihrer Aufhebung zueilenden Entfremdung ist. Dieß ist überhaupt die einzige Weise, wie das Bestehende sein Gegentheil bestätigt. —

Der Zank d[er] Nationalökonomen über Luxus und Ersparung ist daher nur der Zank der über das Wesen des Reichthums ins Klare gekommenen Nationalökonomie mit derjenigen, die noch mit Romantischen antiindustriellen Erinnerungen behaftet ist. Beide Theile wissen sich aber den Gegenstand des Streits nicht auf seinen einfachen Ausdruck zu bringen und werden daher nicht mit einander fertig. —|

/XXXIV/ Die Grundrente wurde ferner qua Grundrente gestürzt – indem von der neuern Nationalökonomie im Gegensatz zu dem Argument d[er] Physiokraten, der Grundeigenthümer sei der einzig wahre Producent, vielmehr bewiesen wurde, daß der Grundeigenthümer als solcher vielmehr der einzige ganz impro||duktive Rentier sei. Die Agricultur sei Sache des Capitalisten, der seinem Capital diese Anwendung gebe, wenn er von ihr den gewöhnlichen Gewinn zu erwarten habe. Die Aufstellung d[er] Physiocraten – daß das Grundeigenthum als das einzig produktive Eigenthum allein die Staatssteuern zu zahlen, also auch allein sie zu bewilligen und Theil an dem Staatswesen zu nehmen habe – verkehrt sich daher in die umgekehrte Bestimmung, daß die Steuer auf Grundrente die einzige Steuer auf ein improduktives Einkommen sei, daher die einzige Steuer, welche der nationalen Production nicht schädlich sei. Es versteht sich, daß so gefaßt, auch das politische Vorrecht der Grundeigenthümer nicht mehr aus ihrer hauptsächlichen Besteuerung folgt. —

Alles was Proudhon als Bewegung der Arbeit gegen das Capital faßt, ist nur die Bewegung der Arbeit in der Bestimmung des Capitals, des industriellen Capitals gegen das nicht als Capital, d.h. nicht industriell sich consummirende Capital. Und diese Bewegung geht ihren siegreichen Weg, d.h. den Weg des Sieges des industriellen Capitals. – Man sieht also, daß erst indem die Arbeit als Wesen des Privateigenthums gefaßt wird, auch die nationalökonomische Bewegung als solche in ihrer wirklichen Bestimmtheit durchschaut werden kann. —