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Charon Fährmann, der die Toten über den Styx in die Unterwelt bringt.

Chimäre feuerspeiendes Ungetüm, vorn wie ein Löwe, in der Mitte wie eine Ziege, mit dem Schwanz einer Schlange, tarnt sich auch als Chihuahua.

Chiron einer der Zentauren, Sohn des Kronos und der Philyra, gutmütig und weise, Lehrer des Achilles und des Heilgottes Asklepios (Äskulap); als er durch einen giftigen Pfeil verwundet wurde, übertrug er seine Unsterblichkeit dem Prometheus, um von seinem unerträglichen Leiden erlöst zu werden.

Circe Zauberin, die auf der Insel Aiaia lebte, Tante der Medea, Tochter des Sonnengottes Helios und der Perse, bekannt als männermordende Femme fatale, deren Ränken sich nicht einmal der listenreiche Odysseus entziehen konnte.

Demeter Tochter des Kronos und der Rhea, Schwester von Zeus, Mutter der Persephone, die von Hades geraubt wurde, Göttin der Erde, der Fruchtbarkeit und des Wachstums. Zu ihren Ehren wurden die Elysischen Mysterien begangen, bei denen den Eingeweihten die Angst vor dem Sterben genommen werden sollte; ihnen wurde ein ewiges und glückliches Leben nach dem Tode versprochen.

Dionysos Gott des Weines, der Fruchtbarkeit und der Ekstase, Sohn des Zeus und der thebanischen Prinzessin Semele. Wurde als Kind immer als Mädchen verkleidet, weil seine Eltern die Rache von Zeus’ eifersüchtiger Gattin Hera fürchteten; von Zeus zum Gott gemacht, als er den Wein entdeckte; zu seinem Gefolge gehören Satyrn und Silenen.

Echidna zur Hälfte Schlange, zur Hälfte Frau, Tochter des Meeresgottes Phorkys, Mutter der Ungeheuer Kerberos, Hydra, Chimäre, Sphinx und des Nemeischen Löwen.

Elysische Felder Aufenthaltsort der Seligen in der Unterwelt. Besonders gute, edle Menschen wurden dort mit einem ewigen Dasein voller Glückseligkeit belohnt.

Furien Rachegöttinnen, direkt dem Gott der Welt untertan. Solche Göttinnen gibt es in so vielen Religionen, dass sie als Archetypen gelten, auch Erinnyen oder Eumeniden genannt. Wie viele es gab, ist nicht bekannt, namentlich bekannt sind drei, nämlich Alekto, Magaira und Tisiphone.

Gorgonen drei Töchter des Meeresgottes Phorkys und dessen Schwester, des Meeresungeheuers Keto. Sie hießen Stheno, Euryale und Medusa, von furchterregendem Aussehen, ihr Anblick soll jeden Menschen versteinern; unsterblich, außer Medusa, die von Perseus erschlagen wurde.

Hades Sohn des Kronos und der Rhea, Bruder von Zeus und Poseidon. Bei der Teilung der Welt fiel ihm das Totenreich zu, verheiratet mit Persephone, die er geraubt hat, Totengott und Beherrscher der Unterwelt.

Harpyien weibliche Windgeister von monströser Gestalt mit Flügeln, Federn und den Klauen eines Vogels, Töchter des Meeresgottes Thaumas und der Okeanide Elektra. Sie wurden immer dann verantwortlich gemacht, wenn Menschen oder Gegenstände auf unerklärliche Weise verschwanden.

Hephaistos Gatte der Aphrodite, Gott des Feuers, der Schmiedekunst und der Handwerker, Sohn des Zeus und der Hera, bei den Römern Vulcanus genannt. Er öffnete mit dem Beil den Schädel seines Vaters, dem dann die Göttin Athene entsprang. Kam verkrüppelt auf die Welt, Hera war über sein Aussehen so entsetzt, dass sie ihn gleich nach der Geburt vom Olymp ins Meer warf, wurde von der Meeresgöttin Thetis gerettet.

Hera Göttin der Ehe und der Geburt, beherrschte gemeinsam mit ihrem Bruder und Gatten Zeus den Himmel, Tochter von Rhea und Kronos. Sie galt als Beschützerin der verheirateten Frauen, denen sie bei der Geburt beistand; sie war entsetzlich eifersüchtig und versuchte immer wieder, sich auf grausame Weise an den vielen Geliebten und Kindern ihres Gatten zu rächen.

Herakles auch Herkules, besonders beliebt wegen seiner ungeheuren Kraft und seines liebenswürdigen Wesens, Sohn von Zeus und Alkmene. Musste zwölf Heldentaten vollbringen, u. a. die goldenen Äpfel der Hesperiden holen, den Viehstall des Augias säubern und den dreiköpfigen Hund Zerberus entführen.

Hermes Götterbote, Gott der Hirten und ihrer Herden, der Reisenden, Kaufleute und Diebe, der Jugend, der Beredsamkeit, der Fruchtbarkeit, dazu ein kluger Erfinder. Sohn des Zeus und der Nymphe Maia. Hatte viele Liebschaften, z. B. mit Aphrodite, mit der er den zweigeschlechtlichen Sohn Hermaphroditos zeugte.

Hesperiden, Gärten der lagen am westlichen Ende der Welt und wurden von einem hundertköpfigen Drachen und den Hesperiden, den Töchtern des Atlas, bewacht. Dort wuchsen die goldenen Äpfel, die Gaia Hera zur Hochzeit geschenkt hatte.

Hestia jungfräuliche Göttin des Herdfeuers und des Familienglücks.

Homer blinder Sänger und Dichter, berühmtester Dichter der Antike überhaupt. Über den historischen Homer ist nichts bekannt, unter Forschern ist sogar umstritten, ob es ihn je gegeben hat und ob die ihm zugeschriebenen Werke nicht vielleicht von verschiedenen Autoren stammen. Diese Werke sind die »Ilias«, in der die Geschichte des Trojanischen Krieges geschildert wird, und die »Odyssee«, die von den Abenteuern des Seefahrers Odysseus handelt, der nach dem Trojanischen Krieg nicht nach Hause fand. Homers Werke, egal, wer sie nun verfasst hat, gelten als wichtigste Quelle für die Erschließung der antiken Mythologie.

Hydra Tochter des Typhon (der wiederum war ein Sohn von Gaia und Tartarus) und der Echidna, hatte Schlangengestalt, neun Köpfe und einen tödlich giftigen Atem. Wurde ihr ein Kopf abgeschlagen, wuchsen sogleich zwei nach. Erst Herakles konnte sie besiegen.

Ichor das goldene Blut der Götter; nicht überliefert ist, worin es sich, außer in der Farbe, noch vom menschlichen Blut unterschied.

Iris Regenbogengöttin, überbringt durch den Regenbogen göttliche Botschaften, auch an die Menschen, wird dargestellt mit Heroldsstab und Flügeln.

Ithaka Insel in der Ägäis, Heimat des Odysseus.

Kronos Herrscher der Titanen, jüngster Sohn der Gaia (Erde) und des Uranos (Himmel), Gatte der Rhea, bei den Römern Saturn genannt. Uranos zeugte mit Gaia viele Kinder, die Titanen, die hundertarmigen Hekatoncheiren und die einäugigen Zyklopen, die aus der »Odyssee« bekannt sind. Gaia überredete ihren Sohn K. zum Aufstand gegen den Vater. Sie gab ihm eine Sichel, mit der er Uranos entmannte. Damit brachte er die Weltherrschaft an sich und behielt sie, bis seine eigenen Kinder den Aufstand wiederholten.

Lemnos, Quellen von Die Insel Lemnos war in der Bronzezeit eine Hochburg matriarchalischer Kultur, die dortigen Quellen waren den Amazonen heilig, reisende Männer wurden auf Lemnos jedoch gastfreundlich aufgenommen (Odysseus, die Argonauten).

Medusa eine der drei Gorgonen.

Minotaurus ein Stier, der aus dem Meer stieg, als Minos, der Sohn des Zeus und der Europa, sich mit seinen Brüdern um den Thron von Kreta stritt. Minos bat den Meeresgott Poseidon um ein Zeichen, dass er der rechtmäßige Thronerbe sei, Poseidon schickte den Stier, der aber nicht geopfert wurde und zur Strafe das Land verwüstete, bis er von Herakles gefangen und in ein Labyrinth gesperrt wurde.

Moiren drei Schicksalsgöttinnen, Töchter der Nacht oder des Zeus und der Themis, Klotho spinnt den Lebensfaden, Lachesis teilt das Schicksal zu, Atropos legt die Länge des Lebensfadens fest.

Musen Göttinnen der Musik, der Dichtung, des Tanzes, der Erinnerung, der Kunst, der Wissenschaften usw., die neun Töchter des Zeus und der Titanin Mnemosyne (der Schutzgottheit der Erinnerung).

Najaden Nymphen der Quellen, Flüsse und Seen.

Nektar und Ambrosia göttlicher Trunk bzw. göttliche Speise, die die übernatürlichen Kräfte der Gottheiten stärken, für gewöhnliche Menschen aber tödlich wirken.