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Und dann machte er etwas mit ihr, schon auf der Treppe machte er es, machte sie nackt, machte sie heiß, liebte sie.

»Nein, du setzt dich«, sagte er.

»Aber...«

»Das ist mein Ernst, Frannie.«

»Stuart, die Wäsche quillt auf oder so. Ich habe ein halbes Paket Tide reingetan ...«

»Mach dir keine Sorgen.«

Sie setzte sich unter dem Vordach auf einen Liegestuhl. Nachdem sie wieder heruntergekommen waren, hatte er zwei draußen hingestellt.

Stu zog Schuhe und Socken aus und krempelte die Hosenbeine bis über die Knie hoch. Als er in die Wanne stieg und anfing, bierernst auf der Wäsche herumzustampfen, fing sie an zu kichern. Stu sah hinüber und sagte: »Willst du die Nacht auf der Couch verbringen?«

»Nein, Stuart«, sagte sie mit gespielter Reue, und dann fing sie wieder an zu kichern... bis ihr die Tränen die Wangen herabliefen und die kleinen Muskeln in ihrem Bauch sich weich wie Gummi anfühlten. Als sie sich wieder in der Gewalt hatte, sagte sie: »Zum dritten und letzten Mal, worüber wolltest du mit mir sprechen?«

»Ach ja.« Er marschierte hin und her und hatte schon ordentlich Schaum erzeugt. Ein Paar Bluejeans kamen an die Oberfläche, und er stampfte sie unter das Wasser zurück, so daß cremiger Seifenschaum auf den Rasen spritzte. Frannie dachte: Es sieht ein wenig aus wie... nein, Schluß jetzt, sonst bekommst du vom Lachen noch eine Fehlgeburt.

»Wir haben heute abend die erste Ad-hoc-Versammlung«, sagte Stu.

»Ich habe zwei Kästen Bier, Käsecracker, Käsedip und Peperoni, die eigentlich noch gut...«

»Darum geht es nicht, Frannie. Dick Ellis war heute hier und hat gesagt, daß er aus dem Komitee raus will.«

»Echt?« Sie war überrascht. Dick schien ihr nicht der Mann zu sein, der sich vor der Verantwortung drückte.

»Er meinte, er würde gern mitarbeiten, aber erst müßten wir hier einen Arzt haben, momentan sei es ihm unmöglich. Heute sind wieder fünfundzwanzig Leute angekommen, und eine Frau hatte eine Blutvergiftung im Bein. Von einem Kratzer, als sie unter einem rostigen Stacheldrahtzaun hindurchgekrochen ist.«

»Oh, das ist schlimm.«

»Dick hat sie gerettet... Dick und diese Krankenschwester, die mit Underwood gekommen ist. Ein großes, hübsches Mädchen. Laurie Constable heißt sie. Dick sagte, ohne sie wäre die Frau gestorben. Jedenfalls haben sie ihr das Bein unter dem Knie amputiert und sind völlig erschöpft. Sie haben drei Stunden gebraucht. Dann ist da noch ein kleiner Junge mit Krämpfen, und Dick ist halb verrückt, weil er nicht weiß, ob es Epilepsie ist oder eine Art Schädeldruck oder Diabetes. Sie haben einige Fälle von Lebensmittelvergiftung, Leute haben verdorbene Lebensmittel gegessen, und er sagt, daß Leute sterben werden, wenn wir nicht sofort Zettel drucken, damit die Leute erfahren, wie sie ihre Lebensmittel auswählen müssen. Mal sehen, wo war ich stehengeblieben? Zwei gebrochene Arme, zwei Grippefälle...«

»Mein Gott! Hast du Grippegesagt?«

»Ruhig. Normale Grippe. Aspirin senkt das Fieber, keine Panik... und es geht nicht wieder hoch. Auch keine schwarzen Flecken am Hals. Aber Dick weiß nicht, welche Antibiotika er anwenden soll, wenn überhaupt, und er sitzt bis in die Nacht hinein, um es rauszufinden. Außerdem hat er Angst, die Grippe könnte um sich greifen und die Leute in Panik versetzen.«

»Wer ist es?«

»Eine Dame namens Rona Hewett. Sie ist fast den ganzen Weg von Laramie, Wyoming, bis hierher zu Fuß gegangen, und Dick sagt, sie war anfällig.«

Fran nickte.

»Glücklicherweise scheint sich diese Laurie Constable irgendwie in Dick verschossen zu haben, obwohl er doppelt so alt ist wie sie. Aber das macht wohl nichts.«

»Wie edel von dir, daß du ihre Beziehung billigst, Stuart.«

Er lächelte. »Jedenfalls ist Dick achtundvierzig, und er hat einen leichten Herzfehler. Im Augenblick meint er, daß er sich nicht zuviel zumuten kann. Herrgott, er studiert praktisch Medizin.« Er sah Frannie ernst an. »Ich verstehe schon, warum Laurie sich in ihn verknallt hat. Er ist so etwas wie ein Held. Er ist nur ein Tierarzt vom Land und hat eine Heidenangst, daß er jemand umbringt. Und er weiß, daß jeden Tag mehr Leute kommen, und manche sind übel mitgenommen.«

»Also brauchen wir noch jemand für das Komitee.«

»Ja. Ralph Brentner schwört auf diesen Larry Underwood, und wie du gesagt hast, findest du ihn ja auch ganz in Ordnung.«

»Ja. Ich glaube, daß er geeignet wäre. Und ich habe heute in der Stadt seine Freundin getroffen, sie heißt Lucy Swann. Sie ist unheimlich nett und hält große Stücke auf Larry.«

»Ich glaube, jede gute Frau empfindet so. Aber Frannie, um ganz ehrlich zu sein - es hat mir nicht gefallen, daß er jemandem, den er gerade kennengelernt hat, gleich seine ganze Lebensgeschichte erzählt.«

»Ich glaube, das war nur, weil ich von Anfang an mit Harold gereist bin. Ich glaube, er hat nicht verstanden, wieso ich mit dir und nicht mit Harold zusammen bin.«

»Ich wüßte gern, was er von Harold hält.«

»Frag ihn doch.«

»Mach ich.«

»Willst du ihm vorschlagen, dem Komitee beizutreten?« *, »Wahrscheinlich.« Er stand auf. »Ich hätte gern diesen alten Knaben, den sie Richter nennen. Aber er ist siebzig, und das ist einfach zu alt.«

»Hast du mit ihm über Larry gesprochen?«

»Nein, aber Nick. Nick Andros ist ein gescheiter Junge, Fran. Er hat Glen und mir ein paar Flausen ausgetrieben. Glen war zuerst eingeschnappt, aber selbst er mußte zugeben, daß Nicks Einfälle gut waren. Der Richter hat Nick jedenfalls gesagt, daß Larry genau der Mann ist, den wir suchen. Er meinte, Larry findet gerade heraus, dass er für etwas gut ist und noch besser werden kann.«

»Das nenne ich eine gute Empfehlung.«

»Ja«, sagte Stu. »Aber ich möchte wissen, was er über Harold denkt, bevor ich ihm den Vorschlag mache.«

»Was soll das immer mit Harold?« fragte sie aufgebracht.

»Ebensogut könnte ich fragen, was ist mit dir, Fran. Du fühlst dich immer noch für ihn verantwortlich.«

»Tatsächlich? Ich weiß nicht. Aber wenn ich an ihn denke, habe ich immer noch leichte Schuldgefühle - das kann ich dir sagen.«

»Warum? Weil ich ihn ausgebootet habe? Fran, hast du ihn jemals gewollt?«

»Nein. Herrgott, nein.« Sie erschauerte fast.

»Ich habe ihn einmal belogen«, sagte Stu. »Nun... eigentlich war es keine Lüge. Es war an dem Tag, als wir drei uns getroffen haben.

Vierter Juli. Ich glaube, er hat da schon gespürt, was kommen würde. Ich habe gesagt, ich wollte dich nicht. Wie sollte ich da schon wissen, ob ich dich wollte oder nicht? In Büchern gibt es vielleicht Liebe auf den ersten Blick, aber im wahren Leben...«

Er verstummte, ein Grinsen breitete sich langsam auf seinem Gesicht aus.

»Weswegen grinst du, Stuart Redman?«

»Ich habe gerade nachgedacht«, sagte er, »daß ich im wahren Leben mindestens...« Er rieb sich überlegend das Kinn. »Oh, ich würde sagen, vier Stunden gebraucht habe.«

Sie küßte ihn auf die Wange. »Das ist süß.«

»Es ist die Wahrheit. Ich glaube jedenfalls, daß er mir das, was ich gesagt habe, immer noch übelnimmt.«

»Er sagt kein schlechtes Wort über dich, Stu... oder sonstwen.«

»Nein«, stimmte Stu zu. »Er lächelt. Das gefällt mir nicht.«

»Du glaubst doch nicht, daß er... Rachepläne schmiedet oder so was?«

Stu stand auf und lächelte. »Nein, nicht Harold. Glen denkt, daß sich die Opposition um Harold gruppieren könnte. Das ist in Ordnung. Ich hoffe nur, er versucht nicht kaputtzumachen, was wir momentan alles aufbauen.«

»Vergiß nicht, daß er ängstlich und einsam ist.«