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Bei den unergiebigsten Einsätzen … Ebd.

Wir reduzieren die Artenvielfalt … S. Anm. zu S. 44 zu »marine Ökosysteme formt …«.

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Wir stopfen die begehrtesten … Daniel Pauly u. a., »Fishing Down Marine Food Webs«, Science 279 (1998), S. 860.

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kann sich der langsame und schmerzhafte … P. J. Ashley, »Fish welfare: Current issues in aquaculture«, Applied Animal Behaviour Science 200, Nr. 104 (2007), S. 199-235, S. 210.

80 Zentimeter lange … Lymbery, »In Too Deep«.

die explosionsartige Vermehrung … Kenneth R. Weiss, »Fish Farms Become Feedlots of the Sea«, Los Angeles Times, 9. Dezember 2002, http: / / www. latimes. com/ la- me- salmon9dec09, 0, 7675555, full. story (Stand 23. März 2010).

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Man muss sich nicht fragen … Manche Leser mögen Zweifel daran hegen, ob Fische und andere Meerestiere überhaupt Schmerzen empfinden. Wir haben allen Grund, das anzunehmen. Anatomische Vergleiche zeigen, dass Fische einen Großteil der anatomischen und neurologischen Voraussetzungen besitzen, die für bewusste Sinneswahrnehmung eine entscheidende Rolle spielen. Am wichtigsten ist, dass Fische reichlich Nozizeptoren besitzen, die Sinnesrezeptoren, die offenbar auf Schmerz reagieren (wir können sie sogar zählen). Wir wissen auch, dass Fische körpereigene Opioide wie Enkephaline und Endorphine produzieren, die im menschlichen Nervensystem zur Schmerzbekämpfung dienen. Fische zeigen außerdem Schmerzverhalten. Mir schien das schon beim ersten Mal klar, als mein Großvater mich als Kind mit zum Angeln nahm, und die Hobbyangler in meiner Bekanntschaft leugnen den Schmerz der Fische auch gar nicht so sehr, sondern vergessen ihn. In seinem exzellenten Essay »Am Beispiel des Hummers« denkt David Foster Wallace über den Schmerz des Hummers nach und findet dafür folgende Worte: »Aber der Fragenkomplex um die Zulässigkeit unseres möglicherweise grausamen Verhaltens gegenüber Tieren und unseres Fleischkonsums ist nicht nur vielschichtig, er ist auch unangenehm. Jedenfalls ist er das für mich und alle anderen aus meinem Bekanntenkreis, die ›abwechslungsreich‹ essen und sich dennoch nicht als Tierquäler sehen wollen. Ich persönlich bin diesem Problem lieber ganz aus dem Weg gegangen und habe nicht weiter darüber nachgedacht.« Etwas später beschreibt er das Unangenehme, über das er nicht weiter nachdenken wollte: »Egal wie benommen der Hummer von seiner langen Reise sein mag, bei Kontakt mit dem kochenden Wasser erwacht er jedenfalls - alarmierend! - zum Leben. Will man ihn aus der Verpackung direkt in den Topf schütten, kriegt man ihn häufig gar nicht heraus, so heftig klammert er sich daran fest. Auch versucht er mitunter, sich am Rand des Topfes aus der Gefahr zu ziehen - wie ein Mensch, der an einer Dachrinne hängt. Aber auch, nachdem der Hummer im Wasser untergegangen ist, ja, selbst bei geschlossenem Deckel hört man, wie er sich dagegen wehrt und aus seiner Not entkommen will. Dieses Kratzen der Scheren an der Topfwand, die Stöße gegen den Deckel, wenn der ganze Körper hin und her peitscht!« Wallace, mir und - so stelle ich mir vor - den meisten Menschen erscheint dies nicht nur körperlicher, sondern auch seelischer Schmerz zu sein. Der Hummer zuckt nicht bloß willenlos im Todesschmerz - er fängt schon an, sich zu wehren, bevor er das heiße Wasser berührt. Er versucht zu entkommen. Es fällt schwer, diese hektische Erregung nicht mit einer Art von Furcht und Panik gleichzusetzen.

Im Gegensatz zu Fischen sind Hummer keine Wirbeltiere, weshalb eine wissenschaftliche Untersuchung dazu, wie sie Schmerz empfinden - oder genauer gesagt, eine Art von Schmerz, die der von Menschen empfundenen ähnelt -, bei ihnen komplizierter anzustellen ist. (Doch wie sich zeigt, liefert der Forschungsstand zahlreiche Gründe, unserem Mitgefühl für den Hummer zu trauen, wenn wir sehen, wie er aus dem Topf mit kochendem Wasser zu entkommen sucht. Wallace hat die wissenschaftlichen Aussagen bewundernswert belegt.) Bei Fischen, die als Wirbeltiere die baugleiche anatomische Ausstattung besitzen und Schmerzverhalten zeigen, spricht noch viel mehr für ein Schmerzempfinden, und im Grunde bleibt kaum Raum für Zweifel. Kristopher Paul Chandroo, Stephanie Yue und Richard David Moccia, »An evaluation of current perspectives on consciousness and pain in fishes«, Fish and Fisheries 5 (2004), S. 281-295; Lynne U. Sneddon, Victoria A. Braithwaite und Michael J. Gentle, »Do Fishes Have Nociceptors? Evidence for the Evolution of a Vertebrate Sensory System«, Proceedings: Biological Sciences 270, Nr. 1520 (7. Juni 2003), S. 1115-1121, http: / / www. jstor. org/ pss/ 3558836 (Stand 23. März 2010); David Foster Wallace, Am Beispiel des Hummers (Übers. v. Marcus Ingendaay, Zürich, Hamburg: Arche, 2009), S. 50 f. u. 57 f.

Tun

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Weniger als ein Prozent … S. S. 22.

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»Es gibt keinen Grund …« Patricia Leigh Brown, »Bolinas Journal; Welcome to Bolinas: Please Keep on Moving«, New York Times, 9. Juli 2000, http: / / www. nytimes. com/ 2000/ 07/ 09/ us/ bolinas- journal- welcome- to- bolinas- please- keep- on- moving. html (Stand 23. März 2010).

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man braucht zwischen sechs und 26 Futterkalorien … Bruce Friedrichs Berechnung basiert auf Regierungsstatistiken und Forschungsdaten.

Der Sonderbeauftragte der … Grant Ferrett, »Biofuels' crime against humanity«, BBC News, 27. Oktober 2007, http: / / news. bbc. co. uk/ 2/ hi/ americas/ 7065061. stm (Stand 23. März 2010); siehe auch Umweltjournal.de: »UN-Botschafter want vor Hungertoten durch Biokraftstoffe«, 15. Juni 2007, http: / / www. umweltjournal. de/ AFA_ umweltnatur/ 12475. php

die jedes Jahr 756 Millionen … »Global cereal supply and demand brief«, FAO, April 2008, http: / / www. fao. org/ docrep/ 010/ ai465e/ ai465e04. htm (Stand 23. März 2010).

1,4 Milliarden Menschen ausreichend … »New Data Show 1.4 Billion Live on Less Than US$1.25 a Day«, World Bank, 26. August 2008, http: / / go. worldbank. org/ T0TEVOV4E0 (Stand 23. März 2010); Peter Singer, Leben retten: Wie sich Armut abschaffen lässt - und warum wir es nicht tun (Übers. v. Olaf Kanter, Hamburg: Arche 2010), S. 163.

Und in diesen 756 Millionen … Singer, Leben retten, S. 163.

den Friedensnobelpreis erhielt … Dr. R. K. Pachauri, Blog, 15. Juni 2009, http: / / www. rkpachauri. org (Stand 23. März 2010).

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Freude und Schmerz, Glück … Bruce Friedrich zitiert hier Charles Darwins Die Abstammung des Menschen: »… zwischen dem Menschen und den höheren Säugethieren [besteht] kein fundamentaler Unterschied in Bezug auf ihre geistigen Fähigkeiten … Die niederen Thiere empfinden offenbar wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.« Charles Darwin, Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl (Übers. v. J. Victor Carus, Stuttgart: Schweizerbarth'sche Verlagshandlung, 1875), S. 85 u. 89.

Dass Tiere von vielen gleichen … Temple Grandin und Catherine Johnson, Animals Make Us Human (Boston: Houghton Mifflin Harcourt, 2009); Temple Grandin und Catherine Johnson, Ich sehe die Welt wie ein fröhliches Tier (Übers. v. Christiane Burckhardt, München: Ullstein, 2005); Marc Bekoff, Das Gefühlsleben der Tiere.