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Ashe sah ihr tief in die Augen und gab ihr wortlos zu verstehen, wie tief seine Liebe zu ihr war, die er jetzt mit einer Leidenschaft in sich aufsteigen fühlte, dass er sie kaum noch zügeln konnte. Dann schlössen sich seine Lider, und seine Lippen suchten ihre und pressten sich so heftig auf sie, dass Rhapsody unter ihm erzitterte.

Ihr Kuss wurde tiefer, während seine Hände dem Zittern ihres Körpers folgten und ihre weiche Haut genossen. Mit Handflächen und Fingerspitzen nahm er ihre Lust in sich auf, bis auch er am ganzen Körper zitterte. Eine Hand schlüpfte um ihren Rücken und zog sie fest an sich, während die andere den Umrissen ihrer Brust folgte, über ihre Rippen und ihre Taille wanderte, die Rundung ihrer Hüfte und ihres Oberschenkels nachvollzog und dort sanft nach innen glitt. Das Wasser wallte auf, von ihren Zehen zum Knie, und begegnete seiner Hand, die sich zu den immer empfindlicheren Bereichen ihres Körpers vortastete. Ihre Lippen trennten sich, und Rhapsody stöhnte unter seiner Berührung und dem rhythmische Pulsieren des Wassers auf; ihr Rücken wölbte sich, als ihre Hände wieder seine Schultern umfassten. Ashes Mund drückte sich in ihre Halsbeuge und liebkoste die Stelle, die er schon bei ihrer ersten Begegnung begehrt hatte, und von dort den Hals hinauf, bis seine Lippen ihr Ohr berührten. In der alten Sprache flüsterte er ihr seine tiefsten Gefühle ins Ohr, während seine Hände sich ihrem Vergnügen widmeten, sodass sich fleischliche Lust mit dem Ausdruck leidenschaftlicher Liebe vermengte, deren Tiefe er nicht ermessen konnte. Seine eigene Erregung wuchs, während er zusah, wie sich ein Strahlen auf ihrem Gesicht ausbreitete.

»Ich liebe dich«, flüsterte er.

Zwischen stoßweisen Atemzügen kam von ihr das Echo seiner Worte, und ihr Atem wurde flacher, während seine Hände ihre Bewegungen verstärkten und die Intensität seiner Berührung im Gleichklang mit ihrem Verlangen zunahm. Wieder kehrten seine Lippen in ihre Halsbeuge zurück und wanderten dann weiter nach unten, um liebevoll ihre Brüste zu küssen, die aus dem Wasser hervorlugten, warm vor Sehnsucht und Erregung. Winzige Strudel blieben zurück und kitzelten an den Stellen, wo seine Lippen gerade gewesen waren, während Ashe immer tiefer glitt und jetzt ihren schlanken Bauch mit Küssen bedeckte. Sein Kopf verschwand unter den Wellen, die Rhapsodys zitternder Körper in der Wanne hervorrief, bewegte sich hinunter zu ihren Oberschenkeln und tauchte zwischen sie. Die leisen musikalischen Geräusche, die Rhapsody von sich gab, verwandelten sich in ein Wimmern, das Wasser wurde wärmer, fast unerträglich heiß. Mit geschlossenen Augen packte sie den Wannenrand und wartete, dass Ashe nach oben kommen und Atem holen würde, aber er blieb, wo er war, bis sie vor Lust aufschrie und unter seinen Liebkosungen hemmungslos erbebte.

Warme, friedvolle Empfindungen breiteten sich in ihrem Körper aus, während sein Kopf auf ihrem Bauch ruhte und sie träge die Hände durch sein Haar gleiten ließ. Ihre Augen blieben geschlossen, als er sich langsam aufrichtete und sich wieder über sie beugte, aber sie spürte die Wärme seines Lächelns auch so.

Schließlich pressten sich seine Lippen in einem letzten liebevollen Kuss auf ihre, und sie öffnete die Augen. Auf seinem Gesicht lag ein fragendes Lächeln; seine Augen mit den seltsamen vertikalen Schlitzen schimmerten auf eine Art, die sie immer mehr liebte. Sie erwiderte das Lächeln, während er ihr langsam übers Haar strich, das kaum feucht geworden war. Dann glitt seine Hand auf ihren Rücken, zog sie an sich. Sie kuschelte sich an seine Brust und seufzte, wohlig und zufrieden.

»Na, hattest du eher etwas Derartiges im Sinn?«, fragte er.

Als Antwort zog Rhapsody ihn unversehens wieder auf sich, denn sie wusste, dass seine Bedürfnisse noch nicht gestillt waren.

»Eigentlich nicht«, antwortete sie, mit vor Schalk blitzenden Augen. »Aber wenn du möchtest, zeige ich dir gern, was ich gemeint habe.«

Damit spreizte sie die Beine, schlang sie um ihren Geliebten, und Ashe stieß ein tiefes, lustvolles Stöhnen aus. Wie jedes Mal staunte er auch jetzt über das Verlangen, das sie in ihm hervorrief, und über die Sehnsucht, die er empfand, wenn sie ihn berührte. Er schloss die Augen und begann erneut zu zittern, während sie ihn in sich aufnahm; als ihre Wärme ihn umschloss, klammerte er sich an sie und flehte sie leise an, ihn nicht zu schnell in die selige Vergessenheit stürzen zu lassen, die ihn zu überwältigen drohte. Ihre Antwort war zärtlich und beschwichtigend, aber gleichzeitig trieb sie seine Erregung in ungeahnte Höhen, beteuerte ihm, wie sehr sie ihn liebte, und bewies es ihm mit ihrem Körper. Ashe spürte, wie ihr Feuer ihn erfüllte, angefangen dort, wo sie körperlich vereint waren, bis hinein in die tiefsten Winkel seiner Seele.

Für einen kurzen Moment verschwanden sie unter der Wasseroberfläche, wo Ashe sich auf eine ihr unbegreifliche Art und Weise umdrehte, sodass sie, als sie wieder nach oben kamen, rittlings auf ihm kauerte. Das Band in ihrem Haar war längst fort, und ihre Locken flössen in einem goldenen Wasserfall um ihre Schultern. Ihr Anblick erinnerte ihn an die Legenden, die er vor langer Zeit gehört hatte, als er mit den Meeresmagiern zur See gefahren war, von Meerjungfrauen, von Nixen und Seenymphen, deren Lieder einem Mann für immer sein Herz rauben konnten. Einen Augenblick fragte er sich, ob sie nicht eine von ihnen war. Hingerissen betrachtete Ashe ihr Gesicht, auf dem sich ihre Empfindungen offen zeigten und sich veränderten wie ein Kaleidoskop, während ihr Genuss immer größer wurde und ihre Schönheit in etwas Unbeschreibliches verwandelte. Sie war völlig versunken in die Freude darüber, dass ein Mann sie so liebte, und Ashe konnte deutlich und ohne jeden Zweifel erkennen, was ihr das bedeutete. Seine Dankbarkeit war grenzenlos. Mit jeder Liebkosung, jeder Bewegung, jeder Welle fühlte Rhapsody, wie sie miteinander auf eine zweifache Ekstase zusteuerten, eine Ekstase, die ihre körperlichen Bedürfnisse zutiefst befriedigen und auf noch grundlegendere Weise ihre verwundeten Seelen mit dem heilenden Balsam vertrauensvoller Liebe füllen würde, an die keiner von ihnen mehr geglaubt hatte. Das Schwindel erregende, tollkühne Gefühl, das Rhapsody in den frühen, noch der gegenseitigen Erforschung gewidmeten Momenten ihrer Liebe verspürt hatte, der ständige, quälende Gedanke daran, wie weit sie sich schon eingelassen hatte all das war unwichtig geworden. Nicht einmal das Bewusstsein, dass ihre Beziehung vielleicht nur kurzfristig war, nicht einmal die Gefahr dessen, was kommen mochte, oder die fehlenden Zukunftsaussichten dämpften jetzt noch das Glück, das sie gemeinsam entdeckten, Stück um Stück.

Und in diesem Augenblick, als er sie mit seinem Körper, seiner Seele und seinen Worten liebte, hier im Wasser, verlor Rhapsody für immer ihre Furcht vor dem Teil seiner Natur, der ihr fremd war, dem sonderbaren Drachenerbe und der Macht, die es über die Elemente ausübte. Es war nur ein weiterer Teil von ihm, der zusammen mit allem übrigen ihre Wertschätzung verdiente. Der Drache in ihm war nicht anders als die Musik in ihr; etwas Kraftvolles, das ihn aus der Menge hervorhob. Und während sie den Mann, den sie liebte, zu befriedigen suchte, wollte sie auch diesen Teil in ihm glücklich machen. Sie nahm seine Hände und führte sie durch ihr Haar, denn sie wusste, wie das den Drachen erregte, zog sie weiter über ihren Körper, ließ sich von ihm umschließen und gab sich ganz seiner Umarmung hin. Ashe begann wieder heftig zu zittern; jetzt wusste sie, dass sie beide Teile seiner Natur erreichte, und dieses Wissen mischte sich mit der süßen Erregung, die er in ihr weckte, sodass sie gemeinsam auf einen Höhepunkt zutrieben, der sie beide zu verzehren drohte.