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»Was?«

»Ecstasy. und das Mädchen hat es in flüssiger Form eingenommen.«

»Ich habe dir eine kleine Überraschung mitgebracht, ich hätte gern, daß du's probierst. Es ist flüssiges Ecstasy. Ich

habe es von einem Freund bekommen.«

und die Frau, die im Kentucky River gefunden wurde, war an einer Überdosis von flüssigem Ecstasy gestorben.

Leslie war wie gelähmt, und ihr Herz schlug ihr bis zum Hals.

Es gibt doch einen Gott.

Leslie ließ Frank Lonergan zu sich rufen. »Ziehen Sie bitte Erkundigungen über den Tod von Chloe Houston ein. Ich glaube, daß der amerikanische Präsident in den Fall verwickelt ist.«

Frank Lonergan fand dies unglaublich. »Der Präsident?«

»Man versucht, es zu vertuschen, davon bin ich fest überzeugt. Dieser Junge, den sie verhaftet haben, der Selbstmord begangen hat . graben Sie da mal nach. und eruieren Sie die Bewegungen des Präsidenten am Nachmittag und Abend des Todestags des Mädchens. Diese Nachforschungen müssen aber geheim bleiben. Streng vertraulich. Sie geben nur mir persönlich Bericht.«

Frank Lonergan verschlug es schier den Atem. »Sie sind sich der möglichen Konsequenzen bewußt?«

»Legen Sie los. Und, Frank ...«

»Ja?«

»Suchen Sie im Internet nach einer Droge namens Ecstasy. Und nach einer Verbindung dieser Droge zu Oliver Russell.«

Auf einer medizinischen Internet-Seite, die den Risiken und Gefahren dieser Droge gewidmet war, fand Lonergan die Geschichte von Oliver Russells früherer Sekretärin Miriam Friedland, die in einem Krankenhaus in Frankfort, Kentucky, lag. Lonergan rief dort an, um sich nach ihr zu erkundigen. »Miss Friedland ist vor zwei Tagen entschlafen«, wurde ihm von einem Arzt mitgeteilt. »Sie ist nicht mehr aus dem Koma erwacht.«

Frank Lonergan rief im Büro von Gouverneurin Houston an.

»Bedaure«, teilte die Sekretärin ihm mit. »Die Gouverneurin ist nach Washington gereist.«

Zehn Minuten später war Frank Lonergan unterwegs zum National Airport. Er kam zu spät.

Als die Passagiere das Flugzeug verließen, sah Lonergan Peter Tager auf eine blonde Frau um die Vierzig zugehen und sie begrüßen. Nach einem kurzen Gespräch begleitete Tager die Frau zu einem wartenden Wagen.

Ich muß unbedingt mit dieser Frau reden, sagte sich Loner-gan, der sie von weitem beobachtete. Auf der Rückfahrt zur Stadt begann er von seinem Autotelefon aus verschiedene Leute anzurufen. Beim dritten Anruf erfuhr er, daß die Gouverneurin Houston im Hotel Four Seasons logierte.

Jackie Houston wurde schon von Oliver Russell erwartet, als sie in sein persönliches Arbeitszimmer neben dem Oval Office geführt wurde.

Er nahm ihre Hände in seine Hände. »Mein herzliches Beileid, Jackie. Mir fehlen die Worte.«

Seit ihrer letzten Begegnung waren siebzehn Jahre vergangen. Sie hatten sich auf einem Anwaltskongreß in Chicago kennengelernt. Die junge, schöne, lebhafte Jackie hatte gerade ihr Jurastudium abgeschlossen. Es war zwischen ihnen zu einer kurzen, aber leidenschaftlichen Affäre gekommen.

Vor siebzehn Jahren.

Und Chloe war sechzehn Jahre alt gewesen.

Er wagte nicht, die Frage laut auszusprechen, die ihm auf der Seele lag. Ich will es gar nicht wissen. Sie sahen sich schweigend an; Oliver hatte kurz den Verdacht, daß sie von der Vergangenheit sprechen würde. Er wandte den Blick ab.

»Die Polizei ist der Auffassung«, sagte Jackie Houston, »daß Paul Yerby etwas mit dem Tod von Chloe zu tun hat.«

»Das stimmt.«

»Nein.« »Nein?«

»Paul war in Chloe verliebt. Er würde ihr nie ein Leid zufügen.« Ihr versagte die Stimme. »Sie ... die beiden wollten heiraten.«

»Nach meinen Informationen wurden Fingerabdrücke des Jungen in dem Hotelzimmer entdeckt, wo sie starb, Jackie.«

Jackie erwiderte: »Die Presse hat geschrieben, daß es ... daß es in der Imperial Suite des Hotels Monroe Arms passiert ist.«

»Ja.«

»Chloe bekam nur wenig Taschengeld, Oliver. Und Pauls Vater ist ein pensionierter Angestellter. Woher sollte Chloe das Geld für die Imperial Suite haben?«

»Ich ... ich weiß es nicht.«

»Das muß doch herauszubekommen sein. Ich werde nicht eher abreisen, bis ich erfahren habe, wer für den Tod meiner Tochter verantwortlich ist.« Sie dachte nach. »Chloe hatte an dem Nachmittag einen Termin bei dir. Hast du sie gesehen?«

Ein kurzes Zögern seinerseits. »Nein. Ich wünschte, ich hätte sie gesehen. Bedauerlicherweise kam eine Sitzung dazwischen, so daß ich unsere Verabredung absagen mußte.«

In einer Wohnung am anderen Ende der Stadt lagen zwei nackte Leiber eng umschlungen im Bett. Er konnte spüren, wie sie sich verspannte.

»Bist du okay, JoAnn?«

»Ja, ja, Alex.«

»Du scheinst aber ganz weit weg zu sein, Baby. Woran denkst du?«

»Ach, nichts«, erwiderte JoAnn McGrath.

»Wirklich?«

»Also, um die Wahrheit zu sagen, mir fiel das arme Mädchen ein, das im Hotel ermordet wurde.«

»Ja, ich habe darüber gelesen. Sie war die Tochter einer Gouverneurin.«

»Ja.«

»Weiß die Polizei, mit wem sie zusammengewesen war?«

»Nein. Die Polizisten haben alle Hotelangestellten verhört.«

»Dich auch?«

»Ja. Ich konnte ihnen aber auch nichts sagen. Außer die Sache mit dem Telefongespräch.«

»Was für ein Telefongespräch?«

»Da war ein Anruf aus der Suite ins Weiße Haus.«

Er war plötzlich ganz still. »Ach«, meinte er beiläufig, »das muß gar nichts bedeuten. Im Weißen Haus würde doch jeder mal gern anrufen. Mach das noch einmal, Baby. Hast du noch etwas Ahornsirup?«

Frank Lonergan war vom Flughafen gerade in sein Büro zurückgekehrt, als das Telefon läutete. »Lonergan.«

»Hallo, Mr. Lonergan. Hier spricht Shallow Throat.« Es war Alex Cooper, ein kleiner Schmarotzer, der sich gern wie ein Informant der Watergateklasse vorkam. Sich so zu nennen entsprach seiner Vorstellung von Komik. »Zahlen Sie immer noch für heiße Tips?«

»Kommt darauf an, wie heiß die Tips sind.«

»Was ich diesmal weiß, ist so heiß, daß es Ihnen den Arsch verbrennen wird. Dafür will ich fünftausend Dollar haben.«

»Adieu.«

»Moment mal. Legen Sie nicht auf. Es betrifft ein Mädchen, das im Monroe Arms ermordet wurde.«

Frank Lonergan war hellwach. »Was ist mir ihr?«

»Können wir beide uns irgendwo treffen?«

»In einer halben Stunde bei Ricco's.«

Um vierzehn Uhr saß Frank Lonergan neben Alex Cooper bei Ricco's. Alex Cooper war ein hagerer Typ, und Lonergan hatte ungern mit ihm zu tun. Es war Lonergan schleierhaft, wie Cooper an seine Informationen kam; andererseits hatte er sich in der Vergangenheit als äußerst nützlich erwiesen.

»Hoffentlich ist das hier keine Zeitverschwendung«, sagte Lonergan.

»Oh, ich kann mir nicht vorstellen, daß es Zeitverschwendung ist. Was würden Sie sagen, wenn ich Ihnen verriete, daß zwischen der Ermordung dieses Mädchens und dem Weißen Haus ein Zusammenhang besteht?« Er zeigte ein selbstzufriedenes Lächeln.

Es gelang Frank Lonergan, seine Aufregung zu verbergen. »Fahren Sie fort.«

»Fünftausend Dollar?«

»Eintausend.«

»Zwei.«

»Abgemacht. Erzählen Sie.«

»Meine Freundin arbeitet beim Monroe Arms als Telefonistin.«

»Wie heißt sie?«

»JoAnn McGrath.«

Lonergan machte sich eine Notiz. »Und?«

»In der Zeit, als das Mädchen dort war, hat jemand aus der Imperial Suite im Weißen Haus angerufen.«

»Ich glaube, daß der Präsident in die Sache verwickelt ist«, hatte Leslie Stewart erklärt. »Sind Sie sicher?«

»Information aus erster Hand.«